Affäre mit Hauptangeklagtem: Richter tauschen Schöffin im FKD-Prozess aus

Dresden - Wegen einer Affäre mit einem Hauptangeklagten (TAG24 berichtete) im Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen "Freien Kameradschaft Dresden" (FKD) am Landgericht ist eine Schöffin ausgetauscht worden.

Der mutmaßliche Rädelsführer der FKD, Benjamin Z. (30) hatte ein Verhältnis mit der Schöffin.
Der mutmaßliche Rädelsführer der FKD, Benjamin Z. (30) hatte ein Verhältnis mit der Schöffin.  © Ove Landgraf

Die Richter gaben ihrer Ablehnung am Freitag statt und benannten eine Ersatzschöffin. Auch ein Ergänzungsrichter, der von der Sache wusste und schwieg, wurde abgelöst.

Die Frau hatte den Beschuldigten Anfang 2015 - vor den angeklagten Taten - kennengelernt und eine Nacht mit ihm verbracht.

Zum Prozessauftakt vor über einem Jahr erkannte sie ihren Ex-Liebhaber zwar, offenbarte sich aber erst vor einigen Monaten einem Schöffen und dem Ergänzungsrichter.

Trotz dessen Aufforderung informierte sie den Vorsitzenden Richter aber nicht.

Insgesamt sind fünf Männer und eine Frau wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs und Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion angeklagt.

 Die Schöffin (ganz rechts, gepixelt) wurde ausgetauscht.
Die Schöffin (ganz rechts, gepixelt) wurde ausgetauscht.  © Ove Landgraf

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