Es geht los! Der hässliche Klotz am Postplatz verschwindet

Bert Wilde (51) plant unter anderem die beiden Postplatz- Projekte der CG Gruppe.
Bert Wilde (51) plant unter anderem die beiden Postplatz- Projekte der CG Gruppe.

Von Dirk Hein

Dresden - Baustart am Postplatz: Noch in diesem Jahr rücken an der einstigen Oberpostdirektion und kurz darauf am ehemaligen Fernmeldeamt die Bagger an.

Für 63 Millionen Euro verwandelt die CG Gruppe um Investor Christoph Gröner (47) die 1876 im Stil der italienischen Renaissance erbaute Oberpostdirektion in die Residenz am Postplatz (240 Wohnungen).

Das komplette Objekt ist bereits verkauft. Die Mietpreise werden zwischen 12,50 und 14 Euro liegen.

„Wir erwarten Anfang Dezember die Baugenehmigung. Danach starten Abbrucharbeiten“, so Niederlassungsleiter Bert Wilde (51).

Residenz am Postplatz: So soll die sanierte Oberpost - direktion samt Neubauten in etwa zwei Jahren aussehen.
Residenz am Postplatz: So soll die sanierte Oberpost - direktion samt Neubauten in etwa zwei Jahren aussehen.

Zwei Anbauten werden abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Die alte Postdirektion samt den Gehöften der einstigen Post-Pferde wird hingegen saniert. Neben Wohnungen entsteht Platz für drei Gewerbeeinheiten. Mit Blick auf den Postplatz ist ein Cafe eingeplant.

Wilde: „Die über vier Meter hohen Räume bleiben erhalten oder werden teilweise neu aufgebaut. Wir wollen dem gesamten Gebäude wieder seine Seele geben.“

Die vorderen 25 Meter Grundstück inklusive Mauer hat die CG Gruppe der Stadt geschenkt. Die will auf dieser Fläche entlang der Wallstraße den „Promenadenring“, einen innerstädtischen Park neu anlegen.

Etwas zeitversetzt beginnt der Komplettabriss des alten Fernmeldeamtes, an dieser Stelle entsteht ein 56 Millionen Euro teurer Neubau (280 Wohnungen).

Noch sieht die alte Postdirektion so aus. Bereits im Dezember sollen die Bauarbeiten beginnen. Zuerst startet der teilweise Abriss.
Noch sieht die alte Postdirektion so aus. Bereits im Dezember sollen die Bauarbeiten beginnen. Zuerst startet der teilweise Abriss.

Aktuell werden Planen aufgehängt, um Fledermäusen das Abbruchgebäude als Quartier unmöglich zu machen. Ende 2015 soll im Gebäude vorhandenes Asbest entfernt werden, im Januar startet der Abriss, der insgesamt etwa fünf Monate dauern soll.

Laut Bau-Chef Bert Wilde war das einstige Telekom-Gebäude für eine Wohnnutzung nicht umbaubar. Aus architektonischer Sicht ein Verlust.

„So ein Bauwerk gibt es in der Region kein zweites. Die sieben Stahlbetondecken wurden für alle Etagen an Boden gegossen, dann mit Hydraulikpressen nach oben gedrückt und erst dort fixiert.“

Innen wurden die Räume bereits entkernt. Später sollen hier Wohnungen entstehen.
Innen wurden die Räume bereits entkernt. Später sollen hier Wohnungen entstehen.
Das alte Fernmeldeamt wird durch diesen wesentlich größeren Neubau ersetzt.
Das alte Fernmeldeamt wird durch diesen wesentlich größeren Neubau ersetzt.
Die Tage des alten Telekomgebäudes am Postplatz sind gezählt. Im Januar beginnt hier der Abriss.
Die Tage des alten Telekomgebäudes am Postplatz sind gezählt. Im Januar beginnt hier der Abriss.

Fotos: Eric Münch, Markus Weinberg, Grafik: bloomimages, F29 Architekten


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0