Im „Alten Grafen“ speist man...

Im gemütlichen Ambiente serviert Chefin Romy Schanze (42) reichlich portionierte Gerichte wie Steaks mit hausgemachten Kümmelkroketten.
Im gemütlichen Ambiente serviert Chefin Romy Schanze (42) reichlich portionierte Gerichte wie Steaks mit hausgemachten Kümmelkroketten.

Von Katrin Fiedler

Altwilschdorf - Ein Ort, ein Haus, viel Wandel. Altwilschdorf im Jahre 2016: Romy Schanze (42) wuselt zwischen Küche und Gastraum hin und her. Bewirtung, so viel steht schon mal fest, das ist ihr Ding. Sie ist die Chefin des Restaurants „Zum alten Grafen“.

Seit 2000 betreibt die ehemalige Bürokauffrau den „Alten Grafen“ - mit viel Liebe. Die Wände sind im sonnigen Gelb gehalten. Wenn sie nur reden könnten. Denn das Haus ist seit mehr als einem Jahrhundert ein gastliches.

Unter anderem gründete sich hier 1910 der Bergsteigerverein „Frankensteiner“ - einige Nachfolger besuchen das Restaurant heute noch. Zwischendurch wurden die Räume zu einer Werkstatt für Anhängerkupplungen umfunktioniert und 1996 wieder zur Gaststätte umgebaut. Der „Alte Graf“ im Wandel.

So sieht ein hübscher Landbesuch aus: Die Straßen sind von Blüten gesäumt und die Türen des Restaurants geöffnet.
So sieht ein hübscher Landbesuch aus: Die Straßen sind von Blüten gesäumt und die Türen des Restaurants geöffnet.

Was heute Inhaberin Romy Schanzes Handschrift trägt, gefällt den Gästen. An 60 Plätzen werden gutbürgerliche Speisen serviert. Gelegentlich bereitet die Chefin das Essen persönlich zu. „Bewirten“, sagt sie, „ist mein Steckenpferd.“

Wenn die Gäste satt und zufrieden sind, „dann macht mich das glücklich.“

Tipp: Immer am 21. Juni wird im „Alten Grafen“ ab 18 Uhr Sommersonnenwende gefeiert - mit Lagerfeuer und gegrillten Speisen.

Adresse: Restaurant „Zum alten Grafen“, Altwilschdorf 4, 01109 Dresden, Tel.: 0351/8 80 84 02. Geöffnet: Mo. bis Fr.. ab 17 Uhr, Sa. nach Vereinbarung, So. u. Feiertag ab 11 Uhr.

Schweinesteaks auf Zwiebelsoße, mit hausgemachten Kümmelkroketten

Alter Graf.
Alter Graf.

Schweinesteaks, 2 Zwiebeln, 1/2 l Bratenfond, 3 EL Öl, 2 EL Mehl, 500 g Kartoffeln, 2 Eigelb, Salz, Pfeffer, 1/2 EL ganzer Kümmel, Paniermehl, Bratenfett.

Zubereitung: Kartoffeln schälen, in Salzwasser kochen und durch die Kartoffelpresse drücken. Mit Eigelb, Salz, Pfeffer und Kümmel mischen. Aus der Masse eine bis zu 2,5 cm dicke Wurst rollen. Mit Mehl bestäuben und die gewünschte Größe zuschneiden. In Ei und Paniermehl wälzen und in heißem Fett bei 170 bis 180 Grad goldgelb backen.

Die Zwiebeln schälen und mit dem Gemüsehobel in feine Ringe schneiden. In einer Pfanne das 2 EL Öl erhitzen und die Zwiebeln rösten, bis sie braun sind. Je dunkler man sie röstet, umso mehr Aroma kommt raus. Aber Vorsicht: Nicht zu dunkel werden lassen, sonst schmecken sie bitter! Im richtigen Moment Mehl über die Zwiebeln stäuben und ebenfalls anrösten, bis es leicht braun ist.

Dann wird das Ganze mit 1/2 Liter Bratenfond abgelöscht. Während die Zwiebelsoße etwa zehn Minuten köchelt, können die Steaks von beiden Seiten gewürzt werden. Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch von beiden Seiten kräftig anbraten. Alles zusammen auf einem Teller anrichten und servieren. Guten Appetit!


So sieht ein hübscher Landbesuch aus: Die Straßen sind von Blüten gesäumt und die Türen des Restaurants geöffnet.


Zwei alte Kastanien spenden im Garten Schatten. Eine Kinderrutsche und ein Sandkasten sorgen bei kleinen Gästen für Kurzweil.


Im gemütlichen Ambiente serviert Chefin Romy Schanze (42) reichlich portionierte Gerichte wie Steaks mit hausgemachten Kümmelkroketten.



Fotos: Carla Arnold


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