Restaurierung im Residenzschloss: Das ist Sachsens kostbarster Korridor

Dresden - 100 Meter lang, 5 Meter breit, 11 Millionen Euro teuer: Nach fünfjähriger Sanierung hat das sächsische Finanzministerium am Freitag den Langen Gang im Residenzschloss an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) übergeben.

Der Raum sieht nun wieder fast genauso aus wie im Jahr 1733.
Der Raum sieht nun wieder fast genauso aus wie im Jahr 1733.  © Eric Muench

Damit rückt das Ende des seit mehr als 30 Jahren laufenden Wiederaufbaus des Schlosses einen Schritt näher.

Bis die Dresdner und ihre Gäste durch den aufwendig restaurierten Gang oberhalb des Fürstenzugs gehen und dort die Waffensammlung der sächsischen Kurfürsten bestaunen können, dauert es aber noch ein wenig.

"Wir haben in fünf Jahren eine beeindruckende 100-Meter-Strecke hingelegt", lobte Finanzminister Hartmut Vorjohann (57, CDU).

Und beeindruckend ist der 100 Meter lange und fünf Meter breite Raum wirklich. Für insgesamt elf Millionen Euro wurde der im Zweiten Weltkrieg zerstörte und danach nur vereinfacht wiederaufgebaute Gang so wiederhergestellt, wie er 1733 einmal ausgesehen hatte. 

Allein mit der Rekonstruktion der 84 Kassetten der farbigen Renaissance-Holzdecke waren fünf Restauratoren und Theatermaler beschäftigt.

Hinter diesem Fenster wurde der "Lange Gang" fünf Jahre lang rekonstruiert.
Hinter diesem Fenster wurde der "Lange Gang" fünf Jahre lang rekonstruiert.  © Eric Muench

Eröffnung voraussichtlich im Frühjahr

Für Kulturministerin Barbara Klepsch (55, CDU) waren die elf Millionen Euro gut investiertes Geld.
Für Kulturministerin Barbara Klepsch (55, CDU) waren die elf Millionen Euro gut investiertes Geld.  © Eric Muench

In den Fensternischen wurden jahrhundertealte Malereien entdeckt und restauriert. 

Die mundgeblasenen Butzenglasscheiben der Fenster sind dagegen ebenso neu wie die 18 klimatisierten Vitrinen, in denen künftig 315 Gewehre und 122 Pistolen aus der mehr als 3000 Waffen umfassenden Sammlung gezeigt werden. 

Die Einrichtung der Ausstellung wird allerdings noch etwas Zeit benötigen. SKD-Generaldirektorin Marion Ackermann (55) geht von einer Eröffnung im Frühjahr aus.

Titelfoto: Eric Muench

Mehr zum Thema Nachrichten:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0