Rettet den Wald! Naturschützer klagen wieder gegen Braunkohle-Tagebau Hambach

Düsseldorf - Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat am Freitag beim Verwaltungsgericht Köln eine neue Klage eingereicht. So soll der Braunkohle-Tagebau in Hambach gestoppt und der Hambacher Wald gerettet werden.

Umweltschützer protestieren gegen den Braunkohle-Tagebau und die Rodung des Hambacher Waldes.
Umweltschützer protestieren gegen den Braunkohle-Tagebau und die Rodung des Hambacher Waldes.

Der NRW-Landesverband der Naturschützer hat die Aufhebung des vor kurzem zugelassenen Hauptbetriebsplans bis 2020 (TAG24 berichtete) beantragt. Zentraler Streitpunkt in der neuen Auseinandersetzung ist weiterhin die Frage, ob die der Rest des Hambacher Waldes nach europäischen Kriterien schützenswert ist.

Die Bergbaubehörde war bei der Zulassung des Betriebsplans einem von Hambach-Betreiber RWE in Auftrag gegebenen Gutachten gefolgt.

Danach ist das uralte Waldgebiet am Tagebaurand nach europäischen Kriterien nicht schutzwürdig. Die Rodungen dürfen nach der Entscheidung am 1. Oktober fortgesetzt werden.

Dagegen hatte der BUND in einem früheren Eilverfahren mit einem Gutachten dargelegt, dass das Gebiet die Schutz-Kriterien für ein Fauna-Flora-Habitat-Gebiet erfülle.

Wegen der Wochenstuben, in denen die streng geschützte Bechsteinfledermaus ihre Jungen großziehe, müsse der Hambacher Wald "zwingend" als Schutzgebiet gemeldet werden.


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