Grausamer Kampf um ihr Leben: Wieder Wale an Strand verendet

Reykjavik - Kurz nach dem Fund massenhaft verendeter Grindwale in Island sind an der Küste des Landes erneut etliche Wale gestrandet.

Halbinsel Snaefellsnes: Tote Grindwale liegen an einem abgelegenen Strand.
Halbinsel Snaefellsnes: Tote Grindwale liegen an einem abgelegenen Strand.  ©  David Schwarzhans/dpa

Videos zeigten, wie die Meeressäuger im seichten Küstengewässer ums Überleben rangen. Eine Aufnahme des isländischen Rundfunksenders RÚV hielt fest, wie mehrere Männer versuchten, eines der Tiere zurück in tiefere Gewässer zu schieben.

Nach Angaben des Senders konnten etwa zwei Drittel der knapp 50 Wale zurück aufs Meer getrieben werden. 14 verendeten. Wieder handelte es sich um Grindwale. Sie wurden diesmal in Gardur 50 Kilometer westlich von Reykjavik gefunden.

Mitte Juli hatten Touristen auf einer Hubschraubertour 50 verendete Grindwale an einem abgelegenen Strand auf der Halbinsel Snæfellsnes nördlich von Reykjavik entdeckt.

Wissenschaftlern zufolge handelte es sich um eine gesamte Walherde, die zur Hälfte aus Männchen und Weibchen bestand. Die Tiere schienen schon seit rund drei Wochen tot zu sein. Die Ursache für das Massenstranden ist weiter unklar.

Solche Ereignisse geschehen häufiger in Island und anderen Weltteilen, das Ausmaß des Vorfalls im Juli war jedoch immens. Grindwale gehören zur Familie der Delfine und gelten als Rudeltiere mit starken sozialen Bindungen.

Möglicherweise hat der Sonnensturm, der auf die Erde zugerast ist einen Einfluss auf das Verhalten der Tiere. Denn Wale nutzen zu ihrer Orientierung vermutlich unter anderem das Magnetfeld der Erde. Ein Sonnensturm stört aber das Magnetfeld, und die Meeressäuger könnten so auf einen falschen Kurs geraten (TAG24 berichtete).

Titelfoto: David Schwarzhans/dpa

Mehr zum Thema Tiere:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0