Hotelgast kann nicht glauben, was er auf einem Zettel an der Rezeption liest

Schweiz - Ein Hotel im schweizerischen Davos erzürnt gerade die Gemüter der Gäste. Denn wenn man das Personal außerhalb der Geschäftszeiten anruft, muss man ordentlich Geld blechen.

An der Rezeption musste ein Gast jetzt einen dreisten Zettel lesen. (Symbolbild)
An der Rezeption musste ein Gast jetzt einen dreisten Zettel lesen. (Symbolbild)  © 123RF

Ein 56-jähriger Hotelgast erzählte die Geschichte jetzt dem Schweizer Portal "Blick". Als er in seinen Ferien 14 Uhr am Hotel ankam und einchecken wollte, war kein Personal weit und breit zu finden.

Auf einem Schild an der Rezeption standen die Geschäftszeiten geschrieben. Diese sei von 8 bis 12 Uhr und von 15 bis 20 Uhr besetzt. Der 56-Jährige musste also noch eine Stunde warten.

Denn Anrufen wollte er keinen der Verantwortlichen. Grund: Dafür hätte er ordentlich zahlen müssen. Denn wie auf dem Zettel weiter geschrieben steht: "Anrufe außerhalb der oben genannten Zeiten, welche nicht durch einen Notfall hervorgerufen werden, werden mit einer Aufwandpauschale von 50 Franken berechnet."

Umgerechnet sind das immerhin knapp 43 Euro. Ganz schön happig für einen Anruf. Nicht die einzige Frechheit, die sich das Hotel offenbar geleistet hat. "Das Hotel Bünda ist unser Sorgenkind", erklärt Reto Branschi, Direktor der Destination Davos Klosters "Blick".

Schon mehrmals sei es vorgekommen, dass sie Gäste wegen Sachen beschwerten, in der Regel aber nur wegen Kleinigkeiten. Als der Direktor allerdings von der Abzock-Gebühr hörte, sei er "fast vom Stuhl geflogen". "Es gibt wohl keine unfreundlichere Art, als dem Gast zu sagen, er brauche gefälligst nicht anzurufen", so Branschi.

Mittlerweile hat er reagiert und das Hotel aus dem Reservierungssystem rausgenommen. Ein Gespräch mit dem Betreiber blieb bislang aus.

Titelfoto: 123RF