Fähren auf Rhein bei Köln und Leverkusen müssen Betrieb einstellen

Köln - Das anhaltend niedrige Wasser bereitet den Fährmännern am Rhein weiterhin arge Sorgen. Erneut hat nun die Fähre zwischen Köln-Langel und Leverkusen-Hitdorf ihren Betrieb eingestellt, wie die Häfen und Güterverkehr Köln AG am Montag mitteilten.

Die Fähren am Rhein in Köln-Langen und Leverkusen-Hitdorf können nicht mehr fahren.
Die Fähren am Rhein in Köln-Langen und Leverkusen-Hitdorf können nicht mehr fahren.  © DPA

Zuletzt hatte der niedrige Wasserstand das Schiff Mitte Oktober für einige Tage ausgebremst. Die Fähre zwischen Bad Honnef und Rolandseck bei Bonn fährt weiter, befördert derzeit aber keine Lkw.

Auch die Zonser Fähre bei Düsseldorf, die wegen des niedrigen Wasserstands den ganzen Sommer stillstand, ist weiter unterwegs.

Durchgehend in Betrieb bleibt die Fähre zwischen Langst und Kaiserswerth nördlich von Düsseldorf.

Nach Angaben des Betreibers wurden dafür die Rampen verlängert.

Das extreme Niedrigwasser des Rheins nervt Schifffahrt und Industrie immer mehr.

"Seit dem Kauber Pegelstand von 40 Zentimetern erreichen drei Viertel unserer Flotte nicht mehr die Häfen Amsterdam und Antwerpen", sagt der Geschäftsführer der Contargo Rhein-Neckar GmbH, Andreas Roer, Ende vergangener Woche in Ludwigshafen.

Frachtschiffe auf Rhein können kaum noch Fracht aufnehmen

Am Rhein ist der Pegel seit Monaten sehr niedrig, schränkt die Schifffahrt stark ein.
Am Rhein ist der Pegel seit Monaten sehr niedrig, schränkt die Schifffahrt stark ein.  © DPA

Das Logistikunternehmen mit international 24 Standorten habe daher eine Landbrücke von Wörth und Ludwigshafen bis Emmerich in Nordrhein-Westfalen eingerichtet: "Diese Strecke fahren wir jetzt mit Lkw statt mit Schiffen." Erst in Emmerich werde die Fracht für Amsterdam und Antwerpen auf Rheinschiffe verladen.

Angesichts der Knappheit von Benzin und Diesel an Tankstellen vor allem in NRW und Rheinland-Pfalz sollen Tanklaster nach Ansicht des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) auch an Sonn- und Feiertagen unterwegs sein dürfen.

Der Verband habe das Bundesverkehrsministerium um eine vorübergehende Aufhebung der Fahrverbote gebeten, teilte ein MWV-Sprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Als weiteres Mittel nannte er eine temporäre Erhöhung des zulässigen Transportgewichts von 40 auf 44 Tonnen.

Titelfoto: DPA


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