Nach Horror-Crash im Gotthard-Tunnel: Familie kann sich Überführung von totem Sohn nicht leisten

Der Mitsubishi, den Julius M. gefahren ist. Vier weitere Insassen haben sich in dem Auto befunden.
Der Mitsubishi, den Julius M. gefahren ist. Vier weitere Insassen haben sich in dem Auto befunden.  © DPA

Rheinfelden/Gotthard - Am Mittwochmorgen kam es im Gotthard (Schweiz) zu einem schweren Unfall mit zwei Toten und vier Verletzten. Unter ihnen war der Todesfahrer Julius M. (†22). Freunde und Familie haben nun einen Spendenaufruf gestartet, um die Leiche des gebürtigen Kenianers nach Deutschland zu überführen.

Der Unfall hatte sich fünf Kilometer vor der Einfahrt Göschenen UR zugetragen. Der Mitsubishi war in Richtung Deutschland unterwegs gewesen, als er gegen einen Lastwagen krachte. Es soll sich dabei um den schlimmsten Unfall im Gotthard-Tunnel seit 16 Jahren gehandelt haben.

Sowohl der Fahrer des Mitsubishi, Julius M., als auch der Lkw-Fahrer wurden durch den heftigen Frontal-Crash getötet.

Die vier Insassen des Mitsubishis wurden durch den Zusammenstoß schwer verletzt. Sie sollen allerdings mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr schweben.

Wie der Blick berichtet, haben Freunde und Familie nun eine Spendenkampagne auf gofundme gestartet, damit die Leiche des Todesopfers nach Deutschland gebracht werden kann.

Das geborgene Wrack. Die Angehörigen hoffen nun auf Hilfe aus der Bevölkerung.
Das geborgene Wrack. Die Angehörigen hoffen nun auf Hilfe aus der Bevölkerung.  © DPA

Denn wie eine Freundin von Julius M. mitteilte, sei die alleinerziehende Mutter des Todesfahrers nicht in der Lage, das Geld aus eigenen Mitteln zu stemmen. Die Überführung samt Papiere würde 7000 Franken kosten, das entsprächen etwa 6430 Euro.

Die Trauer unter den Freunden ist gewaltig, auch die Unverständnis, wie es zu dem Unfall habe kommen können. Julius M. stand gerade erst am Anfang seines Lebens. Er hatte die Ausbildung als Krankenpfleger abgeschlossen.

Die Angehörigen sind nun auf die Hilfe möglicher Spender angewiesen, damit Julius M. nach Deutschland gebracht und dort beerdigt werden kann. Aktuell sind auf gofundme nämlich nur 60 Euro eingegangen und die Zeit drängt.

Bis spätestens Dienstag muss die volle Summe erreicht sein, denn sonst wird Julius eingeäschert, so erklärt es die Freundin des Toten. Auf der Spendenseite bei gofundme kann man sich selbst informieren und spenden.


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