Busfahrer-Streik sorgt für pures Chaos: Schüler und Pendler sitzen fest

Mainz - Seit Beginn der Frühschicht um 3.45 Uhr streiken die Mitarbeiter privater Busunternehmen. In vielen Regionen in Rheinland-Pfalz kommen Pendler deswegen nicht vom Land in die Städte.

Die Mitarbeiter der privaten Busunternehmen streiken seit 3.45 Uhr (Symbolfoto).
Die Mitarbeiter der privaten Busunternehmen streiken seit 3.45 Uhr (Symbolfoto).  © Andreas Arnold/dpa

Ein Streik von Mitarbeitern privater Busunternehmen hat am Freitagmorgen vor allem Schüler und Pendler getroffen, die den Überlandverkehr in Rheinland-Pfalz nutzen.

"In den Betrieben ist heute früh kein Bus rausgegangen", sagte Verdi-Landesfachbereichsleiter Jürgen Jung der Deutschen Presse-Agentur.

Bestreikt werden demnach alle Standorte des Unternehmens DB Regio Bus Rhein-Mosel und Niederlassungen von DB Regio Bus Mitte.

Besonders auf Schüler und Pendler, die mit den Bussen vom Land in die Stadt fahren, habe dies Auswirkungen.

Zu den betroffenen Regionen gehören unter anderem Mainz, Ingelheim und Umgebung, Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Zweibrücken, Kusel, Worms, die Region Bernkastel-Kues, Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie Bad Breisig

Ende des Streiks voraussichtlich erst um Mitternacht

Insgesamt 15 Mal verhandelte Verdi mit den privaten Busunternehmen – ohne gewünschten Erfolg (Symbolfoto).
Insgesamt 15 Mal verhandelte Verdi mit den privaten Busunternehmen – ohne gewünschten Erfolg (Symbolfoto).  © Andreas Arnold/dpa

In Mainz fahren die Busse von DB Regio teilweise auf Linien des Stadtverkehrs. "Hier gehen wir davon aus, dass es im Lauf des Tages auch Auswirkungen im städtischen Verkehr geben wird", erklärte Jung.

Bereits im Vorfeld hatte Verdi angekündigt, dass auch im Laufe des Tages Mitarbeiter weiterer Betriebe zum Streik aufgerufen werden könnten.

Das Ende der Arbeitsniederlegung ist erst für Mitternacht geplant. "Dann werden wir uns überlegen, wie es weitergeht", sagte Jung. Demnach seien auch weitere Streikmaßnahmen nicht ausgeschlossen.

Die Tarifverhandlungen für das Verkehrsgewerbe laufen schon seit längerer Zeit, 15 Verhandlungsrunden sind der Gewerkschaft zufolge schon zustande gekommen. Ein akzeptables Angebot der Arbeitgeberseite liege aber nicht vor.

Verdi fordert unter anderem eine Bezahlung unfreiwilliger Pausen zwischen den Fahrten für die mehr als 9000 Beschäftigten privater Busunternehmen.

Zudem will die Gewerkschaft ein 13. Monatsgehalt, mehr Urlaubsgeld und höhere Zuschläge für Nacht- und Feiertags- und Wochenendarbeit durchsetzen. Neben privaten Busunternehmen betreffen die Verhandlungen auch Speditionen, Logistikunternehmen sowie Kurier-, Express- und Postdienstleister.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa


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