Plan für Kölner Rheinpromenade: Grün weg, noch mehr grau!

Köln - Die Rheinpromenade zwischen Hohenzollernbrücke und Schokoladenmuseum gilt als internationale Visitenkarte der Stadt Köln. Doch die Visitenkarte ist in die Jahre gekommen, Platten sind marode, das Geländer alt. Die Stadt Köln plant jetzt eine Neugestaltung des Abschnitts zwischen Deutzer Brücke und Drehbrücke am Schokoladenmuseum.

Die grünen Böschungen und Hecken sollen künftig weichen.
Die grünen Böschungen und Hecken sollen künftig weichen.  © TAG24/Brüggemann

In der Vorlage der Verwaltung geht es insgesamt um ein Millionenprojekt. So soll die Sanierung des Abschnitts 4,1 Millionen Euro Kosten, so die aktuelle Rechnung.

Dazu kommen Staßensanierungsarbeiten, die etwa zusätzlich 500.000 Euro kosten sollen.

In der Vorlage sind genaue Pläne für die geplante Sanierung offengelegt: So will die Verwaltung nach aktuellem Stand graue Basaltplatten verlegen, das 40 Jahre alte Geländer komplett erneuern, und die bisherigen Heckenbereiche entfernen.

Statt des Grüns zwischen der Brücke am Maritim-Hotel und Deutzer Brücke will die Verwaltung die Mauer verblenden und zusätzliche Sitzmöglichkeiten aufbauen. In der sogenannten Ruhezone sollen Bänke aufgestellt werden.

Neben der Entfernung der Hecken und Büsche soll auch ein großer Baum an der Deutzer Brücke gefällt werden. Er verursacht durch seine Wurzeln "massive Plattenanhebungen". Für ihn soll an anderer Stelle ein neuer Baum gepflanzt werden. Auch an der geplanten Ruhezone wäre laut Verwaltung Platz für eine Baumallee.

Ebenfalls ein großer Einschnitt: Das 40 Jahre alte Geländer mit einer Höhe von einem Meter soll ebenfalls komplett erneuert werden. Künftig soll ein 1,30 Meter hohes Geländer nach aktuellem Standard den Uferbereich am Rhein absichern. Statt vertikaler Streben sind aktuell horizontale Streben entlang des Geländers geplant.

Das geplante graue Basaltpflaster soll zunächst mit einer Probefläche getestet werden, bevor es großflächig verbaut wird.

Sanierung der Rheinpromenade wird Millionen Kosten

Das alte Pflaster und das alte Geländer am Rhein.
Das alte Pflaster und das alte Geländer am Rhein.  © TAG24/Brüggemann

Sollte der Rat der Stadt Köln die Sanierung samt der Millionenkosten freigeben, droht an der Rheinpromenade eine lange Baustelle. 16 Monate werden die Arbeiten mindestens dauern, so die Planer.

Im Prüfbericht zum Vorhaben wird diese lange Bauzeit bereits kritisiert: "Um die Auswirkungen auf den Tourismus zu minimieren und an der jeweiligen Baustellenbereichen vorbeiführen zu können, muss der geplante zeitliche Ablauf zwingend eingehalten werden."

Schneller würde es wohl nur mit einer zweiten Schicht gehen. Dies bedeute laut der Verwaltung allerdings Mehrkosten für Schichtzuschläge und Beleuchtungskosten.

So wird die Visitenkarte der Stadt Köln am Rheinufer also wohl über längere Zeit zur Baustelle und Nadelöhr für Fußgänger und Radfahrer. Sie sollen unter teilweiser Vollsperrung des Abschnitts umgeleitet werden.

Schräge Verschnitte, graue Platten und teils lose Platten ebnen die "Flaniermeile" am Rhein.
Schräge Verschnitte, graue Platten und teils lose Platten ebnen die "Flaniermeile" am Rhein.  © TAG24/Brüggemann

Titelfoto: TAG24/Brüggemann

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