Nach Beleidigungen: Ribéry bekommt fette Geldstrafe

Doha - Franck Ribéry hat am Sonntag in Doha wieder mit der Mannschaft des FC Bayern München trainiert.

Frank Ribéry (35) hat am Sonntag wieder mit seinen Kollegen vom FC Bayern trainiert.
Frank Ribéry (35) hat am Sonntag wieder mit seinen Kollegen vom FC Bayern trainiert.  © DPA

Beim Warmlaufen war der Franzose in der Sonne Katars in vorderer Reihe beim deutschen Fußball-Rekordmeister dabei.

Über die offiziellen Social-Media-Kanäle des französischen Fußball-Profis waren am Vortag obszöne Beleidigungen verbreitet worden (TAG24 berichtete). Ribéry reagierte damit auf Kritik an einem vergoldeten Steak, das dem Spieler vor einigen Tagen in einem Nobelrestaurant in Dubai serviert worden war.

Auch Lionel Messi hat sich das goldene Steak mittlerweile servieren lassen, wie ein Video auf Twitter zeigt.

Der Koch der Steakhouse-Kette Nusr-Et tischte das Goldstück in Dubai selbst auf. Nusret Gökçe, auch bekannt als "Salt Bae", ist ein kurdisch-türkischer Fleischer, Koch und Gastronom, dessen Anrichten zu weltweiter mediale Beachtung führte und ihm zu einem Kultstatus als Koch verhalf.

Reaktion des FC Bayern: Franck Ribéry muss nach Kritik an Steak mit Salt Bae Geldstrafe zahlen

Ribéry mit Salt Bae im Restaurant in Dubai.
Ribéry mit Salt Bae im Restaurant in Dubai.  © Twitter Screenshot Franck Ribéry

Nun reagierte der FC Bayern auf den Ausraster von Franck Ribéry.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic (42) gab im Trainingslager in Doha eine Stellungnahme ab: "Franck wurde aufs Übelste beschimpft und beleidigt. Nicht nur er, sondern auch seine Frau und seine Familie wurden angegriffen. Auch seine Mutter, die gerade operiert wurde. Er hat sich verteidigt, dazu hat er alle Rechte."

Salihamidzic räumte jedoch ein: "Leider ist es ihm in einem Punkt total entgleist. Er hat Worte benutzt, die wir als FC Bayern nicht akzeptieren. Ich habe lange mit ihm gesprochen und ihm mitgeteilt, dass er eine sehr hohe Geldstrafe bekommen wird. Und die hat er auch akzeptiert."

Wie hoch die Geldstrafe ausfällt, ist noch nicht bekannt.

Thomas Müller und Leon Goretzka zur Ribéry-Attacke: Für FC Bayern nicht relevant

Thomas Müller hat auf die Vorwürfe gegen seinen Kollegen Franck Ribéry reagiert.
Thomas Müller hat auf die Vorwürfe gegen seinen Kollegen Franck Ribéry reagiert.  © DPA

Der Wirbel um den Internet-Ausraster von Franck Ribéry hat nach Ansicht von Teamkollege Thomas Müller keinen großen Einfluss auf die Rückrunden-Vorbereitung des FC Bayern München. "Natürlich sind das immer Themen, die ein bisschen Unruhe reinbringen. Aber eher für unseren Sportdirektor, unsere Vereinsvorsitzenden oder die Presseabteilung. Für uns als Mannschaft ist das nicht wirklich relevant", sagte Müller am Sonntag in Doha.

"Wir wissen, dass Franck ein absoluter Mannschaftsspieler ist. Und wenn er sich angegriffen fühlt, ist es schon öfter vorgekommen, dass er sich um Alles auf der Welt verteidigt", sagte der Profi des deutschen Fußball-Meisters. "Vielleicht mit Mitteln, die dann für andere durchaus überzogen sind. Er sieht das selbstverständlich dann eben anders, weil er anders fühlt."

Ribéry hat für seine Entgleisungen im Internet laut Vereinsangaben eine Geldstrafe erhalten. "Natürlich muss der Verein reagieren und hat reagiert. Dementsprechend ist das Thema durch für uns. Wir wollen wieder sportliche Themen in den Vordergrund stellen, auch wenn das nicht so einfach ist im Trainingslager, das Thema zu verdrängen", sagte der 29-Jährige.

Zurückhaltend äußerte sich Teamkollege Leon Goretzka. "Das ist eine private Sache zwischen Franck und dem Verein. Der Verein hat sich dazu geäußert, dabei möchte ich es belassen", sagte der Ex-Schalker.


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