Von Ribery bis Balotelli: Diese internationalen Top-Stars sind noch ohne Klub!

Marseille - Seit dem 1. Juli 2019 gibt es mal wieder zahlreiche vertragslose Kicker. Einige stecken noch in Verhandlungen, andere wiederum finden keinen neuen Arbeitgeber. Das sind die prominentesten "Vereinslos-Profis".

Raif Husic, ganz rechts, 2014 bei der Vorstellung der Bremer Neuzugänge.
Raif Husic, ganz rechts, 2014 bei der Vorstellung der Bremer Neuzugänge.  © Carmen Jaspersen/dpa

Es ist wie jedes Jahr heiß im Sommer. Nicht nur die Temperaturen in der Luft treiben einem die Schweißperlen auf die Stirn, sondern auch die Verhandlungen der vielen Berater im Big-Business Fußball. Die Transfer-Periode geht in die heiße Phase, die Telefonleitungen glühen.

Inmitten des großen Pools an vertragslosen Spielern, befindet sich auch der eine oder andere dicke Fisch. Diese Top-Stars suchen aktuell noch einen neuen Verein:

Beginnend im Tor, hat man gleich einen Namen, den man vor fünf Jahren vielleicht eher in der Bundesliga erwartet hätte. Die Realität sieht nun aber leider etwas trist aus: Schreibtisch statt Stadion. Die Rede ist vom 23-jährigen Raif Husic. Der gebürtige Bayer stammt aus der Jugend des FC Augsburg, wechselte anschließend als 16-Jähriger zum FC Bayern München in die U17.

Der Jugend-Nationaltorwart hatte große Pläne, nicht wenige haben ihm eine Bundesliga-Karriere zugetraut. 2014 dann der Wechsel von Bayerns U19 zu Werder Bremen. Ablöse: 100.000 Euro. Doch von da an ging es bergab, nach einem Jahr bei den Profis ging es dann zu Werders U23. Ohne Einsatz, auch bedingt durch einen Meniskusriss, verließ er die Weser in Richtung VfR Aalen.

Dort folgten in drei Jahren 3. Liga exakt sieben Einsätze. Im letzten Spiel der Saison stiegen die Schwaben sogar ab. Husic wechselte anschließend zum 1. Juli zu Wacker Burghausen in die Regionalliga Bayern. Doch 14 Tage später - mit der Aussicht, nur die Nummer drei zu sein - wurde der Vertrag schon wieder aufgelöst.

Dani Alves, Coentrao, Cahill - sechs Champions-League-Titel, kein Verein

Wo er war, war Erfolg. Vielleicht ein Argument, sich Dani Alves noch zu krallen.
Wo er war, war Erfolg. Vielleicht ein Argument, sich Dani Alves noch zu krallen.  © Andre Penner/AP/dpa

Die Abwehr ist titel-technisch hochdekoriert. Der wohl prominenteste vereinslose Abwehrspieler ist der Brasilianer Dani Alves. Der 36-Jährige ist Sinnbild des Erfolgs, holte satte drei Champions League-Titel, war sechs Mal spanischer Meister und fünf Mal spanischer Pokalsieger mit dem FC Barcelona und dem FC Sevilla.

2016/17 gewann er das Double aus Meisterschaft und Pokal mit Serie A-Rekordmeister Juventus Turin. In seinen zwei Jahren bei Paris Saint-Germain noch zwei Liga-Titel und einmal den Pokal.

Vor wenigen Wochen gewann Alves als Kapitän der Seleção noch die Südamerika-Meisterschaft im eigenen Land und muss mittlerweile wohl für seine Trophäen zu Hause anbauen.

Aktuell sucht er noch einen Verein. Sein Marktwert liegt bei 2,5 Millionen Euro.

Außerdem ablösefrei zu haben sind Spieler wie Ex-Chelsea-Wand Gary Cahill (33), der ehemalige Real-Verteidiger und zweifache Königsklassen-Gewinner Fábio Coentrão (31) sowie 6-Monats Bayer Serdar Taşçı (32).

Franck Ribery hat noch nicht fertig

Arjen Robben und Franck Ribery beendeten gemeinsam im Mai eine Ära beim deutschen Rekordmeister.
Arjen Robben und Franck Ribery beendeten gemeinsam im Mai eine Ära beim deutschen Rekordmeister.  © Matthias Balk/dpa

Im Mittelfeld steht ein Mann natürlich im Fokus: Bayern-Legende Franck Ribéry. Nach zwölf Jahren, neun Meisterschaften und sechs Pokalsiegen sowie dem Champions League-Triumph 2013 endete die Erfolgs-Geschichte des 36-Jährigen beim Rekordmeister diesen Sommer. Lust hat der Franzose jedoch noch immer - sucht aktuell noch einen passenden Klub.

Neben Ribéry ist auch noch die 33-jährige Juve-Legende Claudio Marchisio auf dem Markt. Nach seinem Wechsel zu Zenit St. Petersburg im vergangenen Sommer, ist die Russland-Reise für den Sechser nun schon wieder vorbei. Aktuell sucht auch er noch nach einer Herausforderung.

Aus der Bundesliga bestens bekannt sind die Kein-Klub-Profis Johannes Geis (25, zuletz 1.FC Köln), der mit dem VfB Stuttgart vergangene Saison abgestiegene Dennis Aogo (32) und Ex-Hamburger Lewis Holtby.

Der 28-Jährige Holtby hält sich aktuell bei Rot-Weiss Essen unter Ex-HSV-Trainer Christian Titz fit.

Auch Deutschland-Schreck Mario Balotelli ist noch ohne Verein

Wohin verschlägt es Mario Balotelli als nächstes?
Wohin verschlägt es Mario Balotelli als nächstes?  © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Im Sturm wird es noch einmal besonders prominent - und skandalträchtig. Denn die Skandal-Nudel schlechthin, Mario Balotelli, sucht auch einen Klub. Der Deutschland-Schreck der EM 2012 ist neben seinen sportlichen Qualitäten auch für seine Skandale auf und neben dem Platz bekannt.

Nach 6 Monaten bei Olympique Marseille ist einmal Schluss für den Italiener. Erst im Januar kam er ablösefrei von Ex-Favre Klub OGC Nizza. Zuvor war Super-Mario bei den beiden Mailand-Klubs Inter und AC, sammelte auch Minuten in der englischen Premier League bei Manchester City und dem FC Liverpool.

Der 28-Jährige schoss in 377 Profi-Spielen starke 156 Tore und legte 34 weitere auf. Sein Marktwert liegt aktuell bei 20 Millionen Euro. Noch gibt es ihn jedoch für lau.

Fünf Millionen weniger Marktwert als Balotelli, dafür aber auch skandalträchtig ist Daniel Sturridge. Vor kurzem noch Opfer eines Einbruch, mit anschließend vermuteter Hundes-Entführung (TAG24 berichtete), sucht Ex-Nationalspieler Sturridge, nach seinem Engagement bei Jürgen Klopps FC Liverpool, einen neuen Verein.

Dummerweise ist Sturridge noch bis nächste Woche Mittwoch gesperrt. Grund: Er ließ im Januar 2018 von seinem Bruder auf seinen eigenen Wechsel wetten - der Wechsel platzte, er verlor eine Stange Geld und muss für dieses Vergehen neben seiner Sperre auch 83.000 Euro Strafe blechen.

Weiterhin sind ehemalige Premier-League-Größen wie Danny Welback, Andy Carroll und Fernando Llorente kostenfrei zu verpflichten. Darüber hinaus würden sich auch Ex-Bundesliga-Knipser Sydney Sam und Eintracht-Frankfurts Fußballgott Alex Meier über ein neues Arbeitspapier freuen.

Francks letzte Double-Feier mit dem FC Bayern - Je t'aime.
Francks letzte Double-Feier mit dem FC Bayern - Je t'aime.  © Sina Schuldt/dpa

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