Wegen Keimen: Diese Sachsen-Klinik überwacht jetzt seine Mitarbeiter

Riesa - Jetzt geht's den Krankenhauskeimen an den Kragen: Mithilfe eines neuen Systems mit Hard- und Software überwacht das Elblandklinikum Riesa ab sofort die Handwäsche der Mitarbeiter. So sollen mögliche Schwachstellen bei der Hand-Desinfektion aufgedeckt werden.

Azubi Jenny Hoffmann (19) nutzt das neue System bereits. Der kleine Transponder am Kittel registriert, wann und wie oft sie sich die Hände desinfiziert.
Azubi Jenny Hoffmann (19) nutzt das neue System bereits. Der kleine Transponder am Kittel registriert, wann und wie oft sie sich die Hände desinfiziert.  © Holm Helis

Das Überwachungssystem heißt "NosoEx", vorerst wird es für drei Jahre in sechs Bereichen eingesetzt.

Sowohl die Desinfektionsspender als auch die Mitarbeiter werden mit Transpondern ausgestattet.

"Das System ermöglicht es uns, Transparenz zu schaffen, Verbrauchsmengen genauer zu ermitteln und das Mitarbeiterverhalten bei der Händedesinfektion besser zu analysieren“, sagt Christoph Kutschker (34).

Dabei bleibt aber anonym, welcher Mitarbeiter welchen Transponder hat. Jeder nimmt mit Dienstbeginn ein Gerät und bringt es nach der Schicht wieder zurück.

Nur welche Berufsgruppe der Mitarbeiter angehört, also ob Arzt oder Pflegekraft, wird erfasst.

90 Prozent der Übertragungen von Erregern erfolgen über die Hände.

Jedoch werden statistisch gesehen deutschlandweit nur etwa zwei von drei erforderlichen Händedesinfektionen tatsächlich durchgeführt.

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