Kuh verirrt sich in der Elbe und stirbt!

Riesa - So einen Einsatz hatten die Kameraden noch nicht erlebt: Passanten alarmierten die Feuerwehr wegen einer "Kuh in der Elbe". Zwar gelang die Rettung zunächst, doch gab es kein Happy End ...

Diese weiße Kuh verirrte sich in der Elbe.
Diese weiße Kuh verirrte sich in der Elbe.  © Feuerwehr

Bauarbeiter hatten die weiße Kuh in der Elbe zwischen Meißen und Riesa entdeckt: Sie stand mehrere Meter im kalten Wasser, kämpfte ums Überleben.

"Als wir eintrafen, kippte sie immer wieder um, bekam gerade noch so Luft. Aus eigener Kraft kam sie nicht mehr ans Ufer, die Strömung war stark", sagt der stellvertretende Wehrleiter Gunther Mücke (57) von der Freiwilligen Feuerwehr Zehren.

Mit den Niederlommatzscher Kameraden befestigten sie eine Seilschlaufe an einer Holzstange, zogen die erschöpfte Kuh mit Muskelkraft zunächst in den flacheren Bereich.

"Dann legten wir eine Plane im Wasser aus, wendeten die Kuh darauf, zogen sie mit Hilfe eines Traktors vorsichtig an Land." Sie war in der Nähe von einer Weide ausgebüxt, der Bauer fuhr sie dann zurück in den Stall.

Dabei verstarb das Tier leider. Offenbar hatte während des stundenlangen Kampfes im Wasser zu viel Kraft verloren, war zu stark unterkühlt.

Die Feuerwehren von Niederlommatzsch und Zehren eilten der Kuh zu Hilfe, retteten sie aus dem Wasser.
Die Feuerwehren von Niederlommatzsch und Zehren eilten der Kuh zu Hilfe, retteten sie aus dem Wasser.  © Feuerwehr