Toter Säugling auf Feld gefunden: Mutter feiert beim Wacken-Festival

Rieseby – Schrecklicher Fund in Schleswig-Holstein nahe Rendsburg: Ein totes Baby ist in Rieseby auf einem Feld entdeckt worden.

Polizisten nahmen die Mutter auf dem Wacken fest. (Symbolbild)
Polizisten nahmen die Mutter auf dem Wacken fest. (Symbolbild)  © dpa/Axel Heimken

Wie die Staatsanwaltschaft in Kiel am Freitag mitteilte, ist die Identität der Mutter des Babys bekannt.

Der Säugling sei am Donnerstagabend gefunden worden. Weitere Ermittlungen und ein Gutachten der Rechtsmedizin müssten nun klären, "ob es sich um eine Totgeburt gehandelt hat oder anderenfalls ein Tötungsdelikt in Betracht kommt". Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Die Mutter sei vorläufig in Polizeigewahrsam genommen worden, inzwischen aber wieder auf freiem Fuß, sagte ein Kieler Staatsanwalt. Sie sei Mitte 20 und stamme aus der Region.

Wie die "Kieler Nachrichten" berichteten, wurde sie beim Wacken Open Air in der Nacht zu Freitag festgenommen und anschließend vernommen. Dies bestätigte die Polizei am Freitagabend.

Die Frau habe angegeben, dass es sich um eine Totgeburt gehandelt habe. Der Säugling soll schon länger auf dem Feld gelegen haben.

Update, 16.07 Uhr

Die Babyleiche wurde auf einem Feld gefunden. (Symbolbild)
Die Babyleiche wurde auf einem Feld gefunden. (Symbolbild)  © dpa/Hauke-Christian Dittrich

Bei der Obduktion des toten Babys, das auf einem Feld in Schleswig-Holstein nahe Rendsburg gefunden wurde, haben Rechtsmediziner keine Hinweise auf einen gewaltsamen Tod gefunden.

"Nach den ersten vorläufigen Ergebnissen waren keine Anzeichen von äußerlicher Gewaltanwendung zu sehen", sagte ein Kieler Staatsanwalt am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Das abschließende medizinische Gutachten soll in der kommenden Woche vorliegen.

Anwohner hatten den leblosen Säugling am Donnerstagabend in einem Feld bei Rieseby (Kreis Rendsburg-Eckernförde) gefunden und die Polizei alarmiert. Das Baby sei in Stoffe gewickelt und in einem Karton abgelegt gewesen, sagte der Staatsanwalt weiter.

Die Mutter des Kindes ist der Polizei bekannt. Die 26-Jährige war zunächst in Polizeigewahrsam genommen worden, ist inzwischen aber wieder auf freiem Fuß. Die Frau wohnt den Angaben zufolge unweit des Fundortes.

In den nächsten Tagen sollen nun Menschen aus dem Umfeld der Frau befragt worden.

Titelfoto: dpa/Hauke-Christian Dittrich

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