Riesen-Aufreger bei Freiburg gegen Frankfurt! Streich: "Er rennt mich über den Haufen"!

Freiburg - Furchtbare Jagdszenen in der 1. Bundesliga! In der Nachspielzeit zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt (1:0) brannten vielen Beteiligten die Sicherungen durch.

SCF-Trainer Christian Streich wurde von David Abraham zu Boden gecheckt.
SCF-Trainer Christian Streich wurde von David Abraham zu Boden gecheckt.  © dpa/Patrick Seeger

Christian Streich beschrieb die Szene nach dem Spiel bei "Sky", dass der Ball rausgekommen sei, dass Frankfurts Kapitän David Abraham "ein extremst emotionaler Spieler sei".

Er fügte hinzu: "Ich komme einfach nicht weg. Er rennt mich halt über den Haufen."

Sauer war der Freiburger Coach aber nicht: "Fußball ist ein Kampfsport. Das war jetzt an der falschen Stelle, heißes Spiel, runterfahren, fertig."

Er wolle hinterher nicht "irgendwie dummschwätzen."

Streich sagte aber auch: "Ich bin jetzt aber nicht zuständig, dass ich das Spiel jetzt ganz schnell mache, wenn der Ball kommt."

Genau deshalb dürften Abraham die Sicherungen durchgebrannt sein. Denn den Ball, den er hätte stoppen können, ließ er passieren, stand außerdem noch im Laufweg vom ansprintenden Abraham, gab dem Frankfurter noch ein paar Worte mit auf den Weg, der nicht auswich und den Freiburger Trainer umcheckte.

Doch Streich erklärte sein Verhalten. Wenn er diesen geholt hätte, wäre es möglich gewesen, dass er "voll involviert" worden wäre. "Da sind halt Sicherungen durchgebrannt, weil er einfach das Spiel gewinnen wollte", sagte er über Abraham.

Freiburg-Trainer Christian Streich: "Mit 54 kannst du von so einem jungen Büffel umgerannt werden"

SGE-Kapitän David Abraham (l.) verlor kurzzeitig die Nerven und wurde anschließend von den Freiburgern gejagt.
SGE-Kapitän David Abraham (l.) verlor kurzzeitig die Nerven und wurde anschließend von den Freiburgern gejagt.  © dpa/Patrick Seeger

Streich fügte noch hinzu, dass er sich vor dem Zusammenprall angespannt hätte und ja selbst Fußball gespielt habe.

Doch: "Er hat mich einfach umgehauen. Aber klar, mit 54 kannst du von so einem jungen Büffel umgerannt werden."

Zum Zeitpunkt dieser Szene führte Freiburg mit 1:0, Frankfurt, bereits in Unterzahl, machte Druck und hatte es eilig. Schließlich lief bereits die Nachspielzeit.

Streich fiel nach dem Check mit weit aufgerissenem Mund zu Boden, verletzte sich aber glücklicherweise nicht.

Doch auf der Bank der Hausherren wurde es nun hektisch.

Fast alle sprangen wutentbrannt auf und rannten nun auf Abraham zu, der mit dem Ball in der Hand wegrennen und zurückschubsen musste, weil so viele Freiburger Akteure ihn zur Rechenschaft ziehen wollten.

Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic: " Das darf er nicht machen, das ist ganz klar!"

Es gab nach der Aktion eine große Rudelbildung.
Es gab nach der Aktion eine große Rudelbildung.  © dpa/dpa/Patrick Seeger

Der bereits ausgewechselte Vincenzo Grifo griff Abraham dabei mit beiden Händen ins Gesicht.

Nun kamen auch die Frankfurter Spieler angerannt, sodass die Rudelbildung immer größer wurde und es für Schiedsrichter Dr. Felix Brych immer schwieriger wurde, den Überblick zu behalten.

Nachdem sich die erhitzten Gemüter etwas beruhigt hatten, zückte er die Rote Karte gegen Abraham und sah sich die wilden Szenen nochmal auf dem Video-Monitor an.

Er gab Freiburgs Co-Trainer Florian Bruns die Gelbe Karte und zeigte dann auch noch Grifo Rot.

Nach diesem Aufreger sagte Fredi Bobic an das Spiel anschließend bei "Sky", dass die Szene zum Schluss "vieles überschattet".

Zu Abrahams Verhalten erklärte er deutlich: "Das darf er nicht machen, das ist ganz klar!"

Er sei aber "emotional" und habe sich "provoziert" gefühlt. Bobic schlussfolgerte: "Das sind alles unnötige Sperren, die kein Mensch braucht."

Die Gemüter beruhigten sich schnell wieder: SCF-Trainer Christian Streich (r.) und SGE-Kapitän David Abraham (M.) versöhnten sich noch auf dem Feld wieder.
Die Gemüter beruhigten sich schnell wieder: SCF-Trainer Christian Streich (r.) und SGE-Kapitän David Abraham (M.) versöhnten sich noch auf dem Feld wieder.  © dpa/Patrick Seeger

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