Neuer Riesentanker schippert auf der Elbe durch Hamburg

Hamburg - Das riesige Tankschiff "Spera" nimmt Kurs auf Hamburg. Am Mittwochnachmittag befand sich das Schiff auf der Elbe in Geesthacht und lag vor der Schleuse. In der Hansestadt wird es am Donnerstag erwartet.

Das neugebaute Tankschiff "Spera" der tschechischen Reederei CSPL wird von zwei Schleppern auf der Elbe in Richtung Hamburg transportiert.
Das neugebaute Tankschiff "Spera" der tschechischen Reederei CSPL wird von zwei Schleppern auf der Elbe in Richtung Hamburg transportiert.  © dpa/Heiko Rebsch

Wann genau das Schiff in Hamburg ankommt, steht derzeit nicht fest. Es soll aber im Laufe des Tages geschehen.

Der Neubau werde bereits am Freitag weiter in Richtung Ziel schippern, sagte ein Sprecher der tschechischen Reederei CSPL zu TAG24.

Ein für die Nordsee geeigneter Schlepper soll das Schiff nach Puttershoek in den Niederlanden bringen.

Der in Lovosice in Tschechien neu gebaute Binnenschifftanker ist 110 Meter lang, 13,5 Meter breit und 900 Tonnen schwer.

Der Schiffsrumpf war im Juli zu Wasser gelassen, konnte aber aufgrund des zu niedrigen Pegelstands der Elbe lange Zeit nicht ausgeliefert werden.

Der Supersommer bescherte dem Fluss extremes Niedrigwasser (TAG24 berichtete).

2018 war bereits das fünfte Jahr mit sehr niedrigen Pegelständen in Folge.

Mit dem Winter hat sich das aber geändert und der Transport konnte starten (TAG24 berichtete).

Schaulustige verfolgen die Fahrt der "Spera" über die Elbe von Tschechien nach Hamburg.
Schaulustige verfolgen die Fahrt der "Spera" über die Elbe von Tschechien nach Hamburg.  © dpa/Heiko Rebsch

Die "Spera" ist für den Transport von Chemikalien bestimmt.

Das Schiff soll etwa 100 Lastwagen ersetzen und so den Straßenverkehr entlasten.

Noch ist der Tanker aber ein Rohbau, er besitzt keinen Motor und wird daher von zwei Schubschiffen die Elbe stromabwärts gezogen und geschoben.

Der Motor soll erst in einer Partnerwerft in den Niederlanden eingebaut werden. Auch weitere Einbauten sollen dort erfolgen.

Am Freitag schipperte die "Spera" durch Dresden (TAG24 berichtete). Dazu musste die Elbe im Stadtbereich für den restlichen Schiffsverkehr gesperrt werden.

In Hamburg ist die Elbe aber breit genug für den Tanker.

Während der Passage stromabwärts sammelten sich immer wieder Menschen an der Elbe und beobachteten den Transport. Das dürfte auch am Donnerstag in Hamburg der Fall sein.

Update, 21. Februar, 16.22 Uhr:

Die "Spera" hat am Donnerstag Hamburg erreicht und an einem Kai im Hafen festgemacht (TAG24 berichtete).

Titelfoto: dpa/Heiko Rebsch

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