Wegen Handicap: Das traut sich Anna-Maria bei ihrem Sohn nicht

Rietberg - Seit einem Hubschrauber-Absturz im Jahr 2010, den Anna-Maria Zimmermann nur knapp überlebte, ist ihr linker Arm gelähmt. Nur sehr eingeschränkt kann sie ihn nutzen.

Vor sechs Monaten kam der kleine Matti zur Welt. Seine Mama meistert den Baby-Alltag mit rechts.
Vor sechs Monaten kam der kleine Matti zur Welt. Seine Mama meistert den Baby-Alltag mit rechts.  © Instagram/amz_welt

Trotz ihres Handicaps ist sie eine Power-Frau, die sich jeder Herausforderung stellt. Als ihr kleiner Sohn Matti im Dezember 2017 zur Welt kam, warteten ganz neue Herausforderungen auf sie. Und auch die meisterte sie mit Bravour.

Es gibt allerdings eine Sache, an die sie sich nicht herantraut, wie sie jetzt im Interview mit Schlager.de gesteht: "Nur eins traue ich mich nicht: baden. Das macht sein Papa. Matti lernt, dass er mit seiner Mama Geduld haben muss."

Auch in anderen Situationen muss die Sängerin umplanen: "Hat er Hunger, kann ich nicht die Flasche machen, wenn ich ihn auf dem Arm halte. Das können andere Mamas, aber bei mir funktioniert es nicht. Ich habe zwei, drei Stationen mehr im Haus, wo ich ihn ablegen kann und er mich sieht."

Die 29-Jährige ist trotzdem ein Mensch, der immer das Positive sieht. So erzählt sie von ihren Stärken - und nicht den vermeintlichen Schwächen: "In meinem rechten Arm habe ich eine enorme Kraft. Ich mache alles mit rechts. Der Kleine wiegt jetzt acht Kilo."

Dass sie ihren linken Arm irgendwann normal bewegen kann, ist so gut wie ausgeschlossen: "Ganz viel passiert nicht mehr mit meinem Arm. Zehn Jahre kann sich etwas tun. Zwei Jahre habe ich noch, dass minimal etwas an Funktionen dazukommen kann, aber so richtig wird es nicht mehr."

Auch wenn sie nicht, wie sie sagt, "an das große Wunder" glaubt, akzeptiert sie ihr Handicap. "Ich habe mich damit abgefunden."

Titelfoto: Instagram/amz_welt


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