Mann stirbt nach Festnahme: Was wollen die Anwohner nicht erzählen?

Rietberg - Der Fall eines bei seiner Festnahme plötzlich verstorbenen 46-Jährigen in Rietberg bei (Bielefeld, NRW) Anfang Juli (TAG24 berichtete) gibt der Polizei weiterhin Rätsel auf.

Die Anwohner wollen zu dem tödlichen Vorfall in ihrer Straße nichts sagen.
Die Anwohner wollen zu dem tödlichen Vorfall in ihrer Straße nichts sagen.

So ist die genaue Todesursache weiterhin unklar, wie aus einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag hervorgeht. Geprüft werde auch, welche Rolle die eingesetzten Polizisten sowie weitere beteiligte Anwohner gespielt haben.

Früheren Polizeiangaben zufolge soll der laut Zeugen hilflos umherirrende Mann am 9. Juli Anwohner attackiert haben, als diese ihn ansprachen.

Bevor die Polizei eintraf, sollen die Anwohner ihn zu Boden gebracht haben. Weil er bei seiner Festnahme Widerstand geleistet haben soll, fesselte die Polizei ihn. Plötzlich habe sich dann sein Gesundheitszustand verschlechtert und er sei gestorben.

Woher seine sichtbaren äußeren Verletzungen stammten, sei Gegenstand weiterer Ermittlungen, hieß es am Donnerstag. Diese seien jedoch laut Obduktionsbericht nicht todesursächlich, betonte ein Sprecher der Polizei.

Das genaue Tatgeschehen werde weiter untersucht. Inzwischen sei zwar klar, dass der Mann nicht unter Alkoholeinfluss gestanden habe. Ob Medikamente oder Drogen eine Rolle spielten, werde noch untersucht.


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