Debakel für Storl: Weltmeister verpatzt Olympia

David Storl, bitter entäuscht, nach dem Kugelstoß-Finale in Rio.
David Storl, bitter entäuscht, nach dem Kugelstoß-Finale in Rio.  © DPA

Rio de Janeiro - Es gibt Tage, da läuft nichts. Einen solchen Tag erwischte David Storl am Donnerstag  im olympischen Kugelstoß-Finale von Rio de Janeiro. 

"Heute war es natürlich schlecht", gab der zweimalige Welt- und Europameister ohne Zögern zu. Der 26-jährige Leipziger konnte die Eisenkugel nur auf 20,64 Meter wuchten, was lediglich zum siebten Platz reichte. "Das ist schon enttäuschend, das Ganze", sagte er sichtlich frustriert.

Der erste Versuch war ungültig, der zweite Stoß landete schon bei 20,48 Metern. Danach gelangen noch die 20,64 Meter und 20,46 Meter. Für den 117-Kilo-Koloss, der schon mal 22,20 Meter weit gestoßen hat, sind dies Weiten zum Vergessen.

"Man fühlt sich hilflos", beschrieb er seinen Gemütszustand während des Finales. Etwas lachen konnte er wieder, als der Olympiasieger von 2008 und 2012, Tomasz Majewski, in den Katakomben des Stadions an ihm vorbei lief und sagte: "Ich habe dich geschlagen." Der Pole wurde Sechster.

Richtig stark fühlte sich der neue Olympiasieger Ryan Crouser. Der US-Amerikaner stieß die Kugel auf 22,52 Meter, so weit war lange kein Kugelstoßer mehr gekommen. Perfekt machte den amerikanischen Doppelerfolg Joe Kovacs. Der Weltmeister kam auf 21,78 Meter. Bronze sicherte sich Tomas Walsh aus Neuseeland mit 21,36 Metern.


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