Tim Bendzko im Riverboat über ekligsten Karriere-Moment: "Ich war völlig fertig"

Leipzig - Was für eine unterhaltsame Geschichte! Sänger Tim Bendzko (34) hat in der MDR-Sendung "Riverboat" nicht nur seinen brandneuen Song präsentiert, sondern auch mit seinem ekligsten und zugleich magischsten Karriere-Moment für Schmunzeln in der Talkrunde gesorgt.

Tim Bendzko (34) schaffte den großen Durchbruch mit "Nur noch kurz die Welt retten" im Jahr 2011.
Tim Bendzko (34) schaffte den großen Durchbruch mit "Nur noch kurz die Welt retten" im Jahr 2011.  © Matthias Balk/dpa

Aufgeregt sei er vor seinem Auftritt im Riverboat gewesen, berichtete der 34-Jährige. Nicht zu wissen, wie das Publikum auf seinen neuen Song "Hoch" reagiert, ist ja auch nervenaufreibend. "Es wäre schon schön, wenn es dem ein oder anderen gefallen würde."

Also begab er sich auf die Bühne, sang die dreiminütige Premieren-Auskopplung seines frisch erschienenen vierten Albums "Filter".

Ein kurzer Auszug: "Auch wenn wir schon weit gekommen sind, wir geh'n immer weiter hoch hinauf. Egal wie hoch die Hürden auch sind, sie seh'n so viel kleiner von hier oben aus. Wenn dir die Luft ausgeht, nur nicht nach unten seh'n. Wir geh'n immer weiter hoch hinauf, immer, immer weiter hoch hinauf."

Danach fragte Moderatorin Kim Fisher den gebürtigen Ost-Berliner, wann sein letzter Moment gewesen war, als ihm die Luft ausging.

"Das ist eine spannende Geschichte, aber auch ein bisschen ekelhaft", begann Bendzko die Story. "Bei der letzten Tour 2016 bin ich auf dem Weg nach Stuttgart gewesen. Ich kam von Hannover und mir ging es blendend. Dann merkte ich aber, dass mein Magen ein Eigenleben entwickelt und habe abgesehen, dass das nach hinten losgeht. Ich spürte, dass das abends unangenehm wird - und genauso ist es dann auch gekommen."

Während des Konzerts rannte Tim Bendzko mehrmals aufs Klo

In der letzten Riverboat-Sendung im MDR sprach er über den schlimmsten und ekligsten, aber zugleich auch magischsten Moment seiner Karriere.
In der letzten Riverboat-Sendung im MDR sprach er über den schlimmsten und ekligsten, aber zugleich auch magischsten Moment seiner Karriere.  © Screenshot/MDR Mediathek

Angekommen in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs sei es ihm sehr schlecht gegangen. Mit seiner Band checkte er in ein Hotel ein, "indem man nicht freiwillig sein möchte."

Er benötigte also eine andere, eine schönere Unterkunft, in der er die Nacht halbwegs überleben konnte. Durch die parallel stattfindende Messe musste Bendzko lang suchen, um noch ein freies Zimmer in einem anderen Hotel zu finden.

"Am nächsten Morgen wachte ich auf und sollte nun ein Konzert spielen. Das war aber einfach nicht möglich. Ich hatte gar keine Energie, war total müde." Ein Arzt hätte ihn dann an einen Tropf gehangen, damit er ein wenig Energie bekomme. "Das war auch nicht so erfolgreich, weil Flüssigkeit hat mir nicht gut getan. Dann habe ich beschlossen, dass wir das Konzert absagen. Es ging einfach nicht, ich war völlig fertig."

Aus der Ferne wollte er dem Veranstalter aber nicht absagen, fuhr also zur Halle, um den Verantwortlichen die schlechte Nachricht persönlich zu überbringen. "Für einen Sänger ist das das Schlimmste: 6000 Leuten zu sagen, man spielt jetzt hier nicht." Am Veranstaltungsort angekommen, hätten alle gute Laune gehabt und sich schon auf das bevorstehende Bendzko-Konzert gefreut. "Ich habe es dann nicht übers Herz gebracht, abzusagen."

So stand er mit seiner Band am Abend auf der Bühne hinter einem Vorhang, der erste Song klang an. "Ich hatte noch zwei Minuten, bin dann aber noch mal von der Bühne gerannt, kam wieder zurück und habe es gerade so geschafft."

Seinem Publikum habe er dann gesagt, dass es an ein Weltwunder grenze, dass er heute hier steht und es aber sein kann, dass er die Bühne mal verlassen muss - "aber ich werde auf jeden Fall wiederkommen."

Beim vorletzten Song habe sich "der Druck erhöht", abschließend kam nur noch sein größter Hit "Nur noch kurz die Welt retten". Bis zur Mitte des Liedes habe er sich durchgekämpft, dort kam ein Part, indem das Publikum mitsingt. Tim Bendzko zu seinen Fans: "Es wäre jetzt schön, wenn ihr so lang weitersingt, bis ich wiederkomme".

Dann sei der magischste Moment seiner Karriere gekommen. Denn auf dem Klo sitzend habe er über seinen Kopfhörer gehört, wie die 6000 Menschen seinen Refrain immer lauter sangen. Da war die Not, zurückzukehren, nicht allzu groß.

Tickets für seine "Jetzt bin ich ja hier"-Tour findet Ihr unter >>>diesem Link. Unter anderem tritt er am 22. Mai im Leipziger Haus Auensee auf. Dann hoffentlich ohne Magen-Darm...

Die gesamte Riverboat-Folge könnt Ihr >>>hier in der Mediathek noch einmal anschauen.

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