Verpeilter Storch gehört jetzt zum Rochlitzer Geschwader

Rochlitz - Die Storcheninvasion auf Schloss Rochlitz (TAG24 berichtete) wird zum Glücksfall für einen Adebar, der bisher lieber vor Einkaufsmärkten spazieren ging, als sich Artgenossen anzuschließen.

Aus der Schutzhaft in die Freiheit: Freudig macht sich der Jungstorch zu seinen Artgenossen auf.
Aus der Schutzhaft in die Freiheit: Freudig macht sich der Jungstorch zu seinen Artgenossen auf.  © Sven Gleisberg

Vor drei Wochen fing Ornithologe Dieter Kronbach (71) den Jung-Storch in Limbach-Oberfrohna ein, als der vor einem Netto-Markt auf dem Parkplatz herumstakste. "Ich setzte ihn an den Limbacher Teichen aus, aber schon einen Tag später lief er wieder auf Fußwegen herum." Da hilft nur Schutzhaft im Tierpark, entschied die Naturschutzbehörde.

Als Ornithologe Kronbach am Donnerstag von der Rochlitzer Storchen-Invasion erfuhr, stand fest: Das ist die Gelegenheit für eine Gruppentherapie unter Artgenossen! Jens Hering (53) von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Zwickau brachte den im Pappkarton verpackten Adebar nach Rochlitz. Der Anblick auf einem Feld nahe des Schlosses ließ ihn staunen: "Hier stehen 51 Störche. Das ist eine außergewöhnliche Menge. So etwas haben wir in der Region noch nie gesehen."

Einmal aus dem Karton befreit, erkannte der verpeilte Adebar schnell, wohin er gehört. Nach ein paar staksigen Schritten hob er ab, verschaffte sich einen Überblick und landete glücklich inmitten seiner Artgenossen. "Jetzt weiß er, wohin er gehört", freuten sich die Ornithologen.

Die Ornitologen Jens Hering (53, l.) und Dieter Kronbach (71) brachten den Limbacher Storch zu seinen neuen Artgenossen nach Rochlitz.
Die Ornitologen Jens Hering (53, l.) und Dieter Kronbach (71) brachten den Limbacher Storch zu seinen neuen Artgenossen nach Rochlitz.  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Sven Gleisberg

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