Rocker-Affäre: Wenn der Staatsanwalt zum Zeugen wird

Kiel - Wichtige Erkenntnisse bei der Aufarbeitung der sogenannten Rocker-Affäre erhofft sich der Parlamentarische Untersuchungsausschuss von der Befragung eines Staatsanwalts.

Im Mittelpunkt der sogenannten "Rocker-Affäre" stehen Vorwürfe der Aktenmanipulation, der Unterdrückung von Beweismitteln und des Mobbings im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Rocker.
Im Mittelpunkt der sogenannten "Rocker-Affäre" stehen Vorwürfe der Aktenmanipulation, der Unterdrückung von Beweismitteln und des Mobbings im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Rocker.  © DPA

"Er hat als zuständiger Staatsanwalt natürlich eine Schlüsselstellung beim Subway-Verfahren, bei dem ein unwahrer Vermerk des VP-Führers Eingang in die Ermittlungsakte gefunden hat", sagte der SPD-Obmann Kai Dolgner der Deutschen Presse-Agentur.

Der Jurist soll den Abgeordneten am Montag Rede und Antwort stehen.

"Seit der Sitzung des Ausschusses vom 11. März ist bekannt, dass der Oberstaatsanwalt im Mai 2011 bei einem internen Gespräch der Staatsanwaltschaft Kiel mit dem Landeskriminalamt und dem Ministerium die Polizeiführung massiv kritisiert haben soll", sagte Dolgner.

Die Abgeordneten wollen mögliche Missstände in der Polizei im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Rockerkriminalität in früheren Jahren aufklären.

Mehrere hundert Biker fahren 2012 zum Innenministerium in Kiel. Mit einem Korso hatten sie gegen das Trageverbot ihrer Rockerwesten bei verschiedenen Veranstaltungen im Lande protestiert.
Mehrere hundert Biker fahren 2012 zum Innenministerium in Kiel. Mit einem Korso hatten sie gegen das Trageverbot ihrer Rockerwesten bei verschiedenen Veranstaltungen im Lande protestiert.  © DPA

Titelfoto: DPA

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