Verhandlung über Rockerclub-Verbot! Gericht unter Polizeischutz

Ein großes Polizeiaufgebot sichert die Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.
Ein großes Polizeiaufgebot sichert die Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Leipzig/dresden - Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt ab Dienstag über das Verbot des sächsischen Rockerclubs Gremium MC.

Das Bundesinnenministerium hatte den Club 2013 nach eskalierten Machtkämpfen in der Szene verboten.

Der Gremium MC greife auf kriminelle Mittel zurück, um seine Macht gegenüber konkurrierenden Clubs auszubauen, hatte das Ministerium das Verbot begründet.

Hintergrund: Sächsische Gremium-Rocker hatten im Dezember 2011 vor einer Disco in Königs-Wusterhauen einen 16-Jährigen niedergestochen, weil sie ihn für einen Hells Angel hielten.

Der völlig unbeteiligte Junge, der lebensgefährlich verletzt wurde, war das erste „zivile“ Opfer im Krieg der Rocker.

Gegen das Verbot klagen der sächsische Regionalverband des Clubs sowie vier Unterorganisationen und ein Supporterclub. Für die mündliche Verhandlung hat das Gericht sechs Tage eingeplant.

Vor und im Bundesverwaltungsgericht herrschen strenge Sicherheitskontrollen, die Polizei ist mit einem größeren Aufgebot vor Ort.

Strenge Kontrollen im Gerichtsgebäude.
Strenge Kontrollen im Gerichtsgebäude.
Die Biker warten auf den Beginn der Verhandlung.
Die Biker warten auf den Beginn der Verhandlung.
Eines der letzten Fotos der sächsischen Gremium-Rocker vor dem Verbot ihres Clubs.
Eines der letzten Fotos der sächsischen Gremium-Rocker vor dem Verbot ihres Clubs.

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0