Rocker-Präsident lässt Rivalen zusammenschlagen: Drei Männer vor Gericht

Nürnberg - Weil sie auf brutale Weise die Gründung eines Rockerclans verhindern wollten, stehen drei Männer ab Freitag (9 Uhr) vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth.

Der Europapräsident der Gruppierung soll seinen Handlangern den Auftrag gegeben haben. (Symbolbild)
Der Europapräsident der Gruppierung soll seinen Handlangern den Auftrag gegeben haben. (Symbolbild)  © DPA

Die Staatsanwaltschaft wirft zwei Angeklagten im Alter von 23 und 55 Jahren unter anderem versuchten Totschlag in vier Fällen vor.

Ein 51-Jähriger muss sich als mutmaßlicher Anstifter der Tat vor Gericht verantworten.

Er soll der Europapräsident einer rockerähnlichen Gruppierung sein und die erbetene Gründung eines sogenannten Chapters, einer Art regionalen Untergruppe, in Schwabach abgelehnt haben.

Er beauftragte die anderen Angeklagten sowie zwei weitere Tatverdächtige den Vorwürfen zufolge damit, den Schwabachern sämtliche Utensilien abzunehmen und sie mit massiver körperlicher Gewalt zu bestrafen.

Das passierte dann Ende Oktober 2017 in einem Tattoo-Studio, das als Clubheim dienen sollte: Die vier beauftragten Schläger prügelten und traten laut Anklage auf die Opfer ein. Unter anderem sei ein Mann mit einem Golfschläger schwer am Kopf verletzt worden.

Für den Prozess sind bisher zwölf Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte demnach am 11. Dezember gesprochen werden. Gegen die zwei mutmaßlichen Schläger, denen nicht in Nürnberg der Prozess gemacht wird, läuft ein anderes Justizverfahren.

Titelfoto: DPA

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