Nach tödlicher Schießerei: Rocker planen Trauerzug durch Leipzig





Rocker-Kontrollen, wie hier nach der Schießerei, wird es vermutlich am 
Samstag wieder geben.
Rocker-Kontrollen, wie hier nach der Schießerei, wird es vermutlich am Samstag wieder geben.  © DPA

Leipzig - Elf Wochen nach der tödlichen Schießerei unter Rockern auf der Eisenbahnstraße steht Leipzig ein erneuter Auflauf von Kuttenträgern bevor.

Hunderte Mitglieder und Unterstützer der United Tribunes wollen am Samstag durch den Osten der Stadt ziehen, um ihres erschossenen Bruders Veysel A. (27) zu gedenken.

Eigentlich wollten die deutschen United Tribunes am Sonnabend nach Kärnten fahren - zur European Bike Week am Faaker See. Doch der Club wurde nach einer Gefahrenanalyse des Veranstalters vom größten Harley-Treffen im deutschsprachigen Raum ausgeschlossen.

Dafür wollen die UT-Chapter nun nach Leipzig kommen. Bei der Stadt ist ein "Memorial Run" angemeldet, der anders als bei traditionellen Motorradclubs nicht als Ausfahrt, sondern als Fußmarsch abgehalten werden soll.

Hierhin soll der Trauermarsch führen. Geplant ist auch eine 
Kranzniederlegung.
Hierhin soll der Trauermarsch führen. Geplant ist auch eine Kranzniederlegung.  © Ralf Seegers

Wie die MOPO24 vom Ordnungsamt erfuhr, soll der "Gedächtnislauf" für den erschossenen Veysel A. ab 15 Uhr von der Ossietzkystraße über Gorki- und Mariannenstraße zum Otto-Runki-Platz und wieder zurück führen.

Die Veranstaltung mit Kranzniederlegung ist bis 22 Uhr angemeldet, die Teilnehmerzahl mit bis zu 700 angegeben.

Ob das Rockertreffen aber überhaupt stattfinden darf, ist noch nicht entschieden. Ordnungsamt und Polizei sind dazu noch in gemeinsamen Beratungen.

Immerhin findet am selben Tag das Bundesligaspiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund statt, das bereits zahlreiche Polizeikräfte bindet.

Wurde auf der Eisenbahnstraße erschossen: Veysel A.
Wurde auf der Eisenbahnstraße erschossen: Veysel A.

Bereits im Februar 2015 erlebte Leipzig einen Rocker-Trauerzug

Damals beerdigten 800 Rocker aus ganz Deutschland das Leipziger Red Devils-Mitglied Peter Kairies, der unter dem Spitznamen "Baum" bekannt war und mit nur 42 Jahren an Herz-Kreislaufversagen gestorben war. Der Mann wog rund 300 Kilo (Video).


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0