Millionenschaden! Torffabrik steht lichterloh in Flammen

Roggendorf - Bei einem Brand in einem Torfwerk in Roggendorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) ist ein Schaden von voraussichtlich mehreren Millionen Euro entstanden.

Die Feuer versucht den Brand zu löschen.
Die Feuer versucht den Brand zu löschen.  © DPA

Das Feuer war am Donnerstagmorgen um kurz vor fünf Uhr aus noch unbekannter Ursache in einem Torfwerk in Breesen (Roggendorf) ausgebrochen.

Nach Angaben der Feuerwehr gingen mehrere Lager- und Produktionshallen in Flammen auf, die Polizei sprach von Löscharbeiten in einer 10 mal 30 Meter großen Halle und einem Sachschaden von mehreren Millionen Euro.

Die Löscharbeiten dauerten am Donnerstagmorgen noch an. Die Feuerwehr rechnete mit einem langwierigen Einsatz. Die Eindämmung des Brandes gestalte sich schwierig.

"Wir haben das Problem, dass wir kein Löschwasser in ausreichender Menge mehr zur Verfügung haben", sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Teich mit dem Löschwasser werde deshalb "im Pendelverkehr" wieder mit Wasser gefüllt.

Mehr als 100 Feuerwehrleute mit mehr als 20 Feuerwehrfahrzeuge waren nach Angaben des Sprechers im Einsatz. Wegen der starken Rauchentwicklung bat die Polizei Anwohner, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten. Verletzt worden sei niemand.

Das Luftbild zeigt das ganze Ausmaß des Feuers.
Das Luftbild zeigt das ganze Ausmaß des Feuers.  © DPA

Update, 18 Uhr: Feuer in Torffabrik nach zwölf Stunden gelöscht

Der Brand in einem Torfwerk in Breesen bei Gadebusch (Landkreis Nordwestmecklenburg) ist gelöscht. Trotzdem ist ein Schaden von voraussichtlich mehreren Millionen Euro entstanden.

Die Feuerwehr brauchte fast zwölf Stunden, um mehrere brennende Lager- und Produktionshallen zu löschen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch etwas abseits stehende Arbeitsgeräte wie ein Radlader brannten ab. Die Polizei sprach am Donnerstagmorgen von einem Sachschaden von mehreren Millionen Euro. Die Ursache für das Feuer blieb am Donnerstag noch unklar.

Am Nachmittag konnte es schließlich gelöscht werden. Etwa 20 Kräfte waren zuletzt im Einsatz, anschließend sollte eine Brandwache eingerichtet werden, sagte der Sprecher. Die Löscharbeiten, zu denen zu Spitzenzeiten 140 Kräfte eingesetzt worden seien, hatten sich zeitweise schwierig gestaltet.

"Wir haben das Problem, dass wir kein Löschwasser in ausreichender Menge mehr zur Verfügung haben", hatte ein Feuerwehrsprecher am Morgen gesagt. Der Teich mit dem Löschwasser sei deshalb "im Pendelverkehr" wieder mit Wasser gefüllt worden.

Wegen der starken Rauchentwicklung hatte die Polizei Anwohner gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Die Grünen bezeichneten das Feuer als tragisch und gefährlich, nutzten es jedoch für Kritik am Torfabbau:

"Torfabbau ist vor dem Hintergrund der CO2-Emissionen nicht zeitgemäß und sollte gestoppt werden", erklärte die Landesvorsitzende Claudia Schulz. Moore, aus denen der Torf stamme, speicherten viel CO2 und beherbergten seltene Pflanzenarten. Entwässerte Moore sollten wiedervernässt werden, statt sie zum Torfabbau zu nutzen.

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