Wofür stehen die Leute hier Schlange?

Bei der Besichtigung herrschte großer Andrang. Die Schlange reichte bis zur Königsbrücker Straße.
Bei der Besichtigung herrschte großer Andrang. Die Schlange reichte bis zur Königsbrücker Straße.

Von Laura Mai und Tom Schmidtgen

Dresden - Für viele Einheimische ist es ein markanter Bau. Und er hat endlich wieder eine schicke Fassade im schlichten Weiß. Im Gegensatz dazu sind die Räume im ehemaligen DVB-Hochhaus noch im Rohbau. Im engen Treppenhaus riecht es stark nach frischem Putz, Kabel baumeln von der Decke.

Dutzende Neugierige wurden am Freitag durch den Zehngeschosser am Albertplatz geführt. Darunter viele frühere Beschäftigte, die in Erinnerungen schwelgten.

So auch der ehemalige DVB-Technikchef Frank Müller-Eberstein (73), der selbst drei Jahre im dritten Stock des Hochhauses arbeitete: „Es ist nun die Chance, aus dem Gebäude etwas Sinnvolles zu machen.“

Vor allem aber waren viele Besucher erleichtert, dass das Gebäude endlich saniert wurde. Das Innere des Hochhauses wird noch komplett umgestaltet, ganz nach den Bedürfnissen der neuen Mieter.

Zu denen zählen vor allem Anwälte und Ärzte. Investor Peter Simmel (56), der bereits das anliegende Einkaufszentrum betreibt: „Ein Viertel der Gewerberäume sind schon vermietet, mit weiteren Unternehmen sind wir noch im Gespräch.“

Ende Oktober sollen bereits die ersten Läden (darunter ein Gewürzladen von Starkoch Schuhbeck) öffnen.

120 Dresdner pro Stunde konnten das enge Treppenhaus emporsteigen.
120 Dresdner pro Stunde konnten das enge Treppenhaus emporsteigen.
Frank Müller-Eberstein (73) blickt aus seiner alten Arbeitsstätte, dem DVB-Hochhaus.
Frank Müller-Eberstein (73) blickt aus seiner alten Arbeitsstätte, dem DVB-Hochhaus.

Fotos: Ove Landgraf


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