Facebook und Instagram schmeißen Neofaschisten raus

Rom - Die beiden italienischen neofaschistischen Parteien CasaPound und Forza Nuova können seit Montag nicht mehr beim sozialen Netzwerk Facebook und der Facebook-Tochter Instagram posten.

Simone Di Stefano, Vorsitzender der rechtsextremen Partei CasaPound Italia.
Simone Di Stefano, Vorsitzender der rechtsextremen Partei CasaPound Italia.  © Andrew Medichini/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

"Personen und Organisationen, die Hass verbreiten oder andere angreifen auf Basis von dem, was diese sind, haben keinen Platz auf Facebook und Instagram", zitierte die italienische Nachrichtenagentur Ansa einen Facebook-Sprecher. Die am Montag entfernten Accounts verletzten diese Politik.

CasaPound, benannt nach dem amerikanischen Schriftsteller Ezra Pound (1885 bis 1972), und Forza Nuova sind rechtsextreme Splitterparteien, die bei den italienischen Parlamentswahlen 2018 jeweils unter einem Prozent der Stimmen blieben.

Sie sind aber für ihr aggressives Auftreten sowohl im Internet als auch bei Straßenprotesten bekannt.

Beide hatten am Montag weiter Accounts auf Twitter. CasaPound-Chef Simone Di Stefano warf dort Facebook "Missbrauch" vor und sprach von einem "Spucken ins Gesicht der Demokratie".

Beide Organisationen sagten, es sei kein Zufall, dass sie an dem Tag belangt wurden, an dem sie an einer Demonstration gegen die neue Mitte-Links-Regierung in Rom teilnahmen.

"Wir werden mit noch mehr Straßenprotesten und Rekrutierungen antworten", twitterte Forza-Nuova-Chef Roberto Fiore.

Roberto Fiore, Chef der italienischen Forza Nuova.
Roberto Fiore, Chef der italienischen Forza Nuova.  © EPA/ANATOLY MALTSEV +++(c) dpa

Titelfoto: Andrew Medichini/AP/dpa, EPA/ANATOLY MALTSEV +++(c


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