Rettungsschiff "Lifeline" aus Dresden darf in Malta anlegen

Rom/Dresden - Das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Mission Lifeline darf nach tagelangem Warten auf dem Mittelmeer nach Angaben der italienischen Regierung in Malta anlegen.

Nach tagelanger Irrfahrt auf dem Mittelmeer haben die Flüchtlinge und die Besatzung der "Lifeline" bald wieder festen Boden unter den Füßen.
Nach tagelanger Irrfahrt auf dem Mittelmeer haben die Flüchtlinge und die Besatzung der "Lifeline" bald wieder festen Boden unter den Füßen.  © Hermine Poschmann/Mission Lifeline/dpa

Er habe mit dem maltesischen Premierminister Joseph Muscat telefoniert, erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Dienstag: "Das Schiff der NGO Lifeline wird in Malta anlegen."

Etwa 230 Migranten und 17 deutsche Besatzungsmitglieder harren seit Donnerstag auf dem Schiff "Lifeline" der Dresdner Organisation im Meer vor Malta aus (TAG24 berichtete).

Italien werde einen Teil der an Bord befindlichen Migranten übernehmen, sagte Conte. Und er hoffe, dass andere EU-Länder sich auch dazu bereit erklären werden.

Malta hatte zuvor erklärt, es liefen Diskussionen, ob die "Lifeline" in Malta anlegen dürfe - allerdings nur unter der Bedingung, dass die Migranten dann auf EU-Länder verteilt würden.

Frankreichs Regierungssprecher hatte am Dienstag gesagt, es zeichne sich eine Lösung ab. Falls das Schiff auf Malta anlege, wäre Frankreich bereit, ein Team zu schicken, um Asylanträge von Migranten an Bord zu bearbeiten.

Giuseppe Conte, Ministerpräsident von Italien, erklärte am Dienstag, dass die "Lifeline" in Malta anlegen darf.
Giuseppe Conte, Ministerpräsident von Italien, erklärte am Dienstag, dass die "Lifeline" in Malta anlegen darf.  © Gregorio Borgia/AP/dpa

Titelfoto: Gregorio Borgia/AP/dpa, Hermine Poschmann/Mission


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