Wirtschafts-Flüchtlinge sollen auf Europa verteilt werden

Rom - Unter der Führung Italiens haben sich laut Nachrichtenportal "Interia Fakty" fünf Mittelmeerländer zusammengeschlossen. Sie fordern eine Umsiedlung der Flüchtlinge - und zwar in andere EU-Länder. Und das möglichst schnell.

Wird die Migrationsroute nach Italien möglicherweise geschlossen? (Symbolbild)
Wird die Migrationsroute nach Italien möglicherweise geschlossen? (Symbolbild)  © Gerardo Vieyra/dpa

Die Regierungen von Italien, Spanien, Griechenland, Zypern und Malta haben ein gemeinsames Dokument unterzeichnet. Darin fordern sie die "solidarische Umsiedlung von Migranten in andere Länder der EU", berichtet "Interia".

Die fünf EU-Partner weisen auch darauf hin, dass so genannte Wirtschaftsflüchtlinge "das größte Problem" seien und in ihren Ländern "die Mehrheit der Ankommenden ausmachen", heißt es bei "Interia". Und: Kein anderes EU-Land wolle sich um eben jene Wirtschaftsmigranten kümmern.

Das Dokument wurde bereits an die EU-Kommission geschickt. Es soll beim EU-Gipfel in Brüssel im Juni Thema sein.

Italienische Kommentatoren wiesen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der "Erfolg populistischer Gruppen bei den Wahlen in Italien teilweise auf die falsche Brüsseler Migrationspolitik zurückzuführen ist" (Interia).

Titelfoto: Gerardo Vieyra/dpa


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