Mutter (12) soll eigenes Kind auf Müllkippe großziehen: Das steckt dahinter!

Ukraine - Eine 12-jährige Roma-Mutter, die mit ihrer Großfamilie auf einer Müllkippe in der Ukraine lebt, hat vor kurzem im Krankenhaus ein Kind auf die Welt gebracht. Jetzt will die Familie sie wieder nach Hause holen.

Die Roma-Familie lebt auf einer Müllhalde. Dort soll jetzt auch der Säugling aufwachsen.
Die Roma-Familie lebt auf einer Müllhalde. Dort soll jetzt auch der Säugling aufwachsen.  © dpa/AP/Anupam Nath (Symbolbild)

Wie die "Sun" berichtete, war es keine einfache Geburt. Laut Aussage der anwesenden Ärzte wusste das Mädchen nicht, was mit ihr geschah. Aufgeklärt wurde sie von ihrer selbst erst 27-jährigen Mutter wohl nicht.

Dr. Olena Sadova gegenüber den lokalen Medien: "Das schwangere Mädchen war asozial und extrem schmutzig. Sie hatte Angst und wusste nicht, was mit ihr geschah. Gefunden wurde das Mädchen auf einer Müllkippe von einem Aufseher. Sie wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht, um dort ihr Baby zu gebären.

Nach zehn Stunden hatte es die Jugendliche geschafft. Für die Ärzte war das eine extrem ungewöhnliche und aufreibende Geburt: "Ein Kind hat ein Kind zur Welt gebracht. Ich stehe immer noch unter Schock, wenn ich darüber nachdenke", so Dr. Sadova. Jetzt, da die Strapazen der Geburt überstanden sind, soll das Mädchen mit ihrem Kind, einem kleinen Jungen, wieder nach Hause. Eigentlich Normalität, würde es sich bei dem zu Hause der 12-Jährigen nicht um eine Müllhalde handeln.

Kein Problem dachte sich aber die 27-jährige Großmutter, die wie der Rest der Roma-Familie auf der Mülldeponie lebt. Schon einmal hatte sie mit ihrer Familie versucht, die Mutter und ihren Sohn ohne Erlaubnis aus dem Krankenhaus zu holen. Eine wahrscheinlich gefährliche Aktion, denn das Baby leidet unter einem Geburtsfehler und kann dadurch von seiner Mutter nicht gestillt werden.

Victoria Enikeeva, Chefärztin des Krankenhauses: "Wir können sie und das Baby nicht entlassen und sie dort hingehen lassen. Wir haben die Situation der Polizei und dem Sozialdienst gemeldet."

Die Polizei und der Sozialdienst haben sich mittlerweile eingeschaltet. Es wurde ein Strafverfahren gegen den Vater (20) des Babys wegen Geschlechtsverkehr mit einer Minderjährigen eingeleitet. "Wir versuchen, den Aufenthaltsort des Vaters im Moment zu ermitteln", so die Polizei.

Zehn Stunden hat die Geburt des kleinen Jungen gedauert. (Symbolbild)
Zehn Stunden hat die Geburt des kleinen Jungen gedauert. (Symbolbild)  © dpa/dpa-Zentralbild/Arno Burgi

Titelfoto: dpa/AP/Anupam Nath (Symbolbild)


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