Kollaps in Tropfsteinhöhle! Spezialeinheit muss Frau aus 16 Meter Tiefe befreien

In nur 35 Minuten holten die Retter bei der Übung die Frau aus der Tropfsteinhöhle.
In nur 35 Minuten holten die Retter bei der Übung die Frau aus der Tropfsteinhöhle.  © Klaus Jedlicka

Rosenbach - Unglück in der Drachenhöhle in Syrau: Eine Besucherin kippt mit Kreislaufkollaps um, bleibt an der tiefsten Stelle (16 Meter) liegen.

Ein Fall für die Höhengruppe der Berufsfeuerwehr Plauen. In nur 35 Minuten retten neun Spezialisten die Frau aus der Tropfsteinhöhle. Sie hat den Notfall überlebt. Und zum Glück ist alles nur eine Übung.

Die Höhengruppe, das ist eine Feuerwehrspezialeinheit. Nicht nur für Höhen und Tiefen: "Wir arbeiten seit rund 15 Jahren dort, wo die Feuerwehr mit normalen Mitteln nicht weiterkommt", erklärt der Leiter Jörg Stöckel (52). Dafür arbeitet die Top-Einheit hart. 80 Stunden Extra-Ausbildung und 72 Stunden Training jedes Jahr gehören dazu. So wie in der Drachenhöhle.

Der Auftrag ist knifflig: Die Verletzte muss in einer Schleifkorbtrage durch engste Gänge und über verwinkelte Treppen in Sicherheit gebracht werden. Dazu brauchen die Helfer Kraft und Technik - Seiltechnik. Ein Lob für die Retter: "Ich fühlte mich gut behütet", sagte die vermeintlich Verletzte zu Jörg Stöckel.

Auch der ist zufrieden: "Alles reibungslos gelaufen." Zur Belohnung gibt es für alle ein Frühstück - und einen Ausblick auf künftige Übungen am Skilift Schöneck, an der Talsperre Pöhl und der Göltzschtalbrücke.

Die Retter mussten in 16 Meter Tiefe, um die vermeintlich umgekippte Frau zu retten.
Die Retter mussten in 16 Meter Tiefe, um die vermeintlich umgekippte Frau zu retten.  © Klaus Jedlicka
Das Team der Berufsfeuerwehr Plauen.
Das Team der Berufsfeuerwehr Plauen.  © Klaus Jedlicka

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