Autorennen tötete zwei Frauen (15, 21): Ließ 25-Jähriger die Raser nicht einscheren?

Rosenheim - In einem weiteren Prozess um einen tödlichen Raserunfall muss sich am Dienstag (9 Uhr) ein 25-Jähriger wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Rosenheim verantworten.

Ein Bild von der Unfallstelle am Schicksalstag.
Ein Bild von der Unfallstelle am Schicksalstag.  © DPA

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hatte der Mann im November 2016 einen riskant überholenden Fahrer aus Ulm nicht einscheren lassen, obwohl Gegenverkehr in Sicht war.

Der Wagen des Ulmers krachte nahe Rosenheim frontal in ein entgegenkommendes Auto mit drei jungen Frauen.

Die 21-jährige Fahrerin sowie eine 15-Jährige starben, die dritte Frau überlebte schwer verletzt. Auch der Ulmer und seine Beifahrerin wurden schwer verletzt (TAG24 berichtete).

In einem Prozess im vergangenen Jahr waren der Ulmer und ein weiterer Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Der Ulmer kam mit einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten davon, das Urteil ist rechtskräftig.

Der andere Autofahrer war vor dem nun Angeklagten gefahren und soll ebenfalls das Einscheren verhindert haben. Er bekam zwei Jahre Haft ohne Bewährung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig; der Fall soll in Kürze in zweiter Instanz verhandelt werden.

Update 11.40 Uhr: Angeklagter schweigt zu Vorwürfen

Der angeklagte Autofahrer schweigt. Sein Mandant werde keine Angaben machen, sagte der Anwalt des Mannes zum Auftakt des Verfahrens vor dem Amtsgericht Rosenheim.

Der Fahrer sei in den Medien vorverurteilt worden, argumentierte der Verteidiger nach Angaben eines Gerichtssprechers.

Für zwei junge Frauen kam bei dem Unfall jede Hilfe zu spät. (Symbolbild)
Für zwei junge Frauen kam bei dem Unfall jede Hilfe zu spät. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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