Eingepfercht wie Tiere: Flüchtlinge von Bundespolizei in Transporter entdeckt

Rosenheim - Die Bundespolizei hat am Sonntag nahe Mittenwald in Bayern einen überaus traurigen Fund gemacht. Auf der Ladefläche eines Transporters entdeckten die Beamten insgesamt 16 Menschen - zusammengepfercht wie Tiere.

Die Bundespolizei hat 16 Menschen auf der Ladefläche eines Transporters entdeckt.
Die Bundespolizei hat 16 Menschen auf der Ladefläche eines Transporters entdeckt.  © Bundespolizei

Wie die Bundespolizei mitteilte, wurden die Menschen zuvor unter "lebensgefährdenden Bedingungen" über die nahegelegene deutsch-österreichische Grenze geschleust.

Der 24 Jahre alter Fahrer aus Pakistan sowie sein 52-jähriger türkischer Beifahrer hatten die zwölf Männer, eine Frau und drei Minderjährigen, die ungesichert auf dem Boden der Ladefläche kauerten, an Bord, als sie auf der Bundesstraße 2 von den Beamten gestoppt und kontrolliert wurden.

Diese waren in den frühen Morgenstunden des Sonntags auf den Kastenwagen mit italienischem Kennzeichen aufmerksam geworden. Über die für die Einreise nach Deutschland erforderlichen Papiere verfügte niemand der 16 Geflohenen.

Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei sollen die Aufgegriffenen aus der Türkei, Pakistan, dem Irak sowie dem Iran stammen.

Laut Aussagen der Flüchtlinge, die nur etwas Wasser und Brot zur Verfügung hatten, war der Fahrt im Transporter von Italien nach Deutschland sogar noch eine mehrtägige Schleusung in einem Lkw vorausgegangen.

Für die Flucht hätten sie pro Person mehrere tausend Euro zahlen müssen, hieß es weiter.

Nach einer Versorgung auf der Inspektion in Rosenheim bekundete ein 21 Jahre alter Mann aus Pakistan, eigentlich gar kein Interesse an Schutz oder Asyl in Deutschland zu haben. Er wurde aus diesem Grund nach Österreich zurückgewiesen. Zwei 17-Jährige wurden dem zuständigen Jugendamt anvertraut, die anderen Menschen in eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge gebracht.

Die beiden mutmaßlichen Schleuser wurden verhaftet und befinden sich zunächst in Untersuchungshaft.

Titelfoto: Bundespolizei

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