Jetzt sollen die Karnevals-Pferde bluten

Beim Rosenmontagszug 2017 in Düsseldorf kippte ein geschwächtes Pferd um. (Archivbild)
Beim Rosenmontagszug 2017 in Düsseldorf kippte ein geschwächtes Pferd um. (Archivbild)  © DPA

Köln - Ein aus dem Mund blutendes Pferd sorgte am Kölner Rosenmontag 2017 für Aufregung bei Tierschützern. Dieses Jahr sollen Pferde genauer untersucht und Blutproben genommen werden.

Neun Tierärzte sollen am Rosenmontag die Pferde beim Kölner Rosenmontagszug genau untersuchen und bis zu 50 Blutproben nehmen, teilte eine Sprecherin der Stadt Köln am Mittwoch mit.

In den letzten Jahren waren es laut Stadt nur zwei bis vier Veterinäre, die die Tiere untersuchten.

Was die Mediziner genau im Blut untersuchen? "Die Blutproben werden auf unerlaubt eingesetzte Beruhigungsmittel überprüft", teilte die Sprecherin mit. Die illegalen Beruhigungsmittel können im Zweifel die gestressten Tiere beruhigen, sind aber verboten.

Die Tierärzte führen die Blutproben an den Aufstellorten des Zuges, während des Rosenmontagszuges und im Anschluss durch.

Die Regeln für die Teilnahme von Pferden wurden ohnehin verschärft. Bislang mussten Reiter 35 Reitstunden im Jahr nachweisen. Neuerdings muss ein offizieller Reiterpass vorgelegt werden.

Auch die Pferde müssen eine offizielle "Gelassenheitsprüfung" vorweisen können. Sie bestätigt, dass die Tiere gelassen der Blaskapellen-Musik standhalten und nicht schreckhaft sind.

Titelfoto: DPA


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