Rossmann verurteilt! Das ist das Aus für Influencer-Schleichwerbung

Die Drogeriekette Rossmann wurde nun vom Oberlandesgericht Celle verurteilt.
Die Drogeriekette Rossmann wurde nun vom Oberlandesgericht Celle verurteilt.

Celle - Das könnte teuer werden! Das Oberlandesgericht Celle hat nun die Drogeriekette Rossmann verurteilt, nachdem diese Influencer für werbende Postings bezahlte, diese jedoch nicht ausreichend gekennzeichnet wurden.

Wie das manager magazin berichtet, heißt es im nicht anfechtbaren Urteil: "Eine Kennzeichnung von Werbung mit dem Hashtag #ad, versteckt zwischen mehreren anderen Hashtags, sei keineswegs ausreichend."

Der Prozess drehte sich um den Post eines 20-jährigen Influencers, mit 1,3 Millionen Instagram-Followern. Der von Rossmann bezahlten Post enthielt lediglich den kleinen Hinweis #ad, welcher an zweiter Stelle einer sechsteiligen Hashtag-Kette platziert wurde.

In Zukunft sollen derartige Posts aber "auf den ersten Blick" als bezahlte Werbung kenntlich gemacht werden. Hält sich Rossmann allerdings nicht an die genannten Vorgaben, kann es richtig teuer werden. Bis zu 250.000 Euro kann das Ordnungsgeld betragen, "Sollte die Rossmann Online GmbH erneut "unter Einschaltung Dritten" für "kosmetische Produkte (...) werben, ohne den geschäftlichen Zweck der Werbung für diese Produkte kenntlich zu machen."

Dem Magazin zufolge wurden insgesamt rund zwei Dutzend Instagram-Stars vom Verband Sozialer Wettbewerb abgemahnt. Auch die Caro Daur, ihres Zeichens Influencerin (1,1 Millionen Instagram-Follower), war unter ihnen.

Sollten diese gegen ihre Unterlassungserklärung verstoßen, droht ihnen eine Strafe von 5100 Euro. Eine Summe, die dem prall gefüllten Influencer-Geldbeutel (TAG24 berichtete) wohl kaum schmerzen dürfte. Für einen einzigen Werbe-Post kassieren die Web-Stars schließlich Zehntausende Euro.


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