Ihr Opfer musste nackt Holz hacken: Urteil für Garten-Folterer gefallen!

Rostock – Im Prozess um die Folter in einer Gartenanlage bei Lalendorf bei Güstrow wird am Mittwoch um 14 Uhr im Landgericht Rostock das Urteil erwartet.

Einer der beiden Angeklagten mit seinem Verteidiger im Saal des Landgerichts.
Einer der beiden Angeklagten mit seinem Verteidiger im Saal des Landgerichts.  © dpa/dpa-Zentralbild/Bernd Wüstneck

Die Staatsanwaltschaft hatte es am Ende der Beweisaufnahme als erwiesen angesehen, dass ein 35 Jahre alter Angeklagter und sein 63-jähriger Komplize im März einen 39 Jahre alten Mann zwei Stunden lang mit Fausthieben und Axt-Schlägen gequält und schwer verletzt haben.

Die Ankläger forderten sechs Jahre und zehn Monate Gefängnis für den Haupttäter, für seinen Komplizen fünf Jahre und sechs Monate (TAG24 berichtete).

Die Verteidiger hielten eine Strafe von bis zu vier Jahren Haft für den jüngeren Angeklagten, beziehungsweise eine einjährige Bewährungsstrafe für den älteren für angemessen.

Hintergrund der Tat könnte sein, dass die Angeklagten ihr Opfer in Verdacht hatten, Gerüchte über das Familienleben des jüngeren Beschuldigten verbreitet zu haben.

UPDATE, 16 Uhr: Das Urteil ist gefallen

Wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung hat das Landgericht Rostock entschieden: Der 35-jährige Hilfsarbeiter muss für fünf Jahre und der 63-jährige ehemalige Lkw-Fahrer für drei Jahre ins Gefängnis.

Die beiden Angeklagten und ihre Verteidiger zu Beginn des Prozesses in Rostock.
Die beiden Angeklagten und ihre Verteidiger zu Beginn des Prozesses in Rostock.  © dpa/dpa-Zentralbild/Bernd Wüstneck

Titelfoto: dpa/dpa-Zentralbild/Bernd Wüstneck

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