Was treibt da in der Ostsee? Touristen fotografieren Ungeheuer

Graal-Müritz - Schon wieder liegt ein riesiger toter Wal am Strand der Ostsee! Keine zwei Wochen nachdem ein Schweinswal bei Zingst angespült wurde (TAG24 berichtete), entdeckte die DLRG einen leblos im Wasser treibenden Buckelwal.

Der teils blutige tote Buckelwal wurde von der Feuerwehr mit einer Seilwinde an Land gezogen.
Der teils blutige tote Buckelwal wurde von der Feuerwehr mit einer Seilwinde an Land gezogen.  © dpa/Bernd Wüstneck

Der 8-Meter-Riese sei am im Wasser treibend vor Graal-Müritz gesichtet worden, erklärte Timo Moritz von der Stiftung Deutsches Meeresmuseum in Stralsund am Sonntag.

Einsatzkräfte von Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Feuerwehr schleppten den Kadaver demnach mit einem Boot an Land.

Mit Traktoren und einer Seilwinde eines Feuerwehrautos sei der Wal dann vor Dutzenden Schaulustigen den Strand hinaufgezogen und anschließend auf einen Laster verladen worden.

Die äußerliche Verwesung des Tieres sei noch kein Hinweis darauf, dass der Wal schon länger tot sei, betonte der Wissenschaftler.

Wal-Kadaver sehen demnach bereits nach kurzer Zeit schlecht aus. Anders als bei vielen Totfunden sei der Wal nicht besonders aufgegast gewesen.

Eine Sektion im Meeresmuseum Stralsund soll Moritz zufolge Aufschluss über die Todesursache geben. Erste Erkenntnisse seien bereits im Laufe des Tages zu erwarten.

Touristen staunten über den Meeresriesen am Ufer, schossen fleißig Fotos.
Touristen staunten über den Meeresriesen am Ufer, schossen fleißig Fotos.  © dpa/Bernd Wüstneck
Der bereits längere Zeit tote Wal sah schon entsprechend mitgenommen aus.
Der bereits längere Zeit tote Wal sah schon entsprechend mitgenommen aus.  © dpa/Bernd Wüstneck

Titelfoto: dpa/Bernd Wüstneck