Rostocker können aufatmen! Bombe erfolgreich entschärft

Rostock - Ausnahmezustand in Rostock! Am Mittwoch wird mitten in der Innenstadt eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft (TAG24 berichtete).

Der Bereich rund um die Rostocker Innenstadt wurde zum Sperrbezirk erklärt.
Der Bereich rund um die Rostocker Innenstadt wurde zum Sperrbezirk erklärt.  © Hanse- und Universitätsstadt Rostock

Von acht Uhr an muss die Rostocker Innenstadt in einem Umkreis von bis zu 1000 Metern um den Fundort auf einer Baustelle im Rosengarten geräumt sein. So lautet die Vorgabe von Polizei und Stadtverwaltung.

Es wird davon ausgegangen, dass rund 10.000 Menschen von der Evakuierung betroffen sein werden.

Die Evakuierungsmaßnahmen der fünf Alten- und Pflegeheime werden individuell zwischen den Heimleitungen und dem Brandschutz- und Rettungsamt abgestimmt.

Die Schüler der drei betroffenen Grundschulen werden provisorisch in anderen Schulen außerhalb der Sicherheitszone untergebracht.

Die Polizei wird mit zwei Hundertschaften Haus um Haus kontrollieren. Ab 7 Uhr steht den Betroffenen am Mittwoch die Stadthalle als Notunterkunft zur Verfügung.

Die Bombe befindet sich abgeschirmt in einem Loch auf der Baustelle.
Die Bombe befindet sich abgeschirmt in einem Loch auf der Baustelle.  © Stefan Tretropp

Auf der Baustelle, wo die Fliegerbombe gefunden wurde, liefen die Vorbereitungen am Dienstag auf Hochtouren.

Sprengmeister Fred Tribanek vom Munitionsbergungsdienst M-V gab am Fundort einen Einblick in die bevorstehende Entschärfung. "Wenn die Evakuierung erfolgt ist, gehe ich in das Loch, nehme mein Werkzeug mit und versuche, den Zünder zu entfernen", beschreibt er seine Arbeit.

"Den Zünder will ich drehen, wenn das nicht klappt und sich die Kappe auf dem Zünder löst, muss ich sofort stoppen. Dann bohre ich ein Loch quer durch den Zünder, stecke einen Bolzen durch, arretiere die Kappe mit einer Schraube. Hoffentlich geht es dann, wenn nicht, gehen wir mit einer Wasserstrahlschneideanlage zu Werke", so der erfahrene Sprengmeister.

Mit dieser Anlage könnte Tribanek im Notfall den Bombenboden um den Zünder herum durchschneiden, um ihn dann zu entnehmen. "Die Aktion ist für mich nicht ganz ungefährlich, aber machbar."

Update, 8.08 Uhr

Die Evakuierung der Innenstadt hat am Mittwochmorgen wie geplant begonnen. An den Zufahrtsstraßen der Stadt standen gegen 7 Uhr bereits Dutzende Einsatzwagen der Polizei.

Noch laufen die Kontrollen, ob der Evakuierungsbereich wirklich leer ist. Erst dann kann mit der Entschärfung begonnen werden.

Update, 8.49 Uhr

Vor der geplanten Bomben-Entschärfung ist die Evakuierung von Rostocks Innenstadt inzwischen beendet: Es herrscht eine fast gespenstische Stille.

In Kürze wird Sprengmeister Fred Tribanek vom Munitionsbergungsdienst MV mit der Entschärfung beginnen.

Update, 10.27 Uhr

Die Entschärfung der Weltkriegsbombe ist geglückt: "Geschafft!!! Die Bombenentschärfung in Rostock ist abgeschlossen", twitterte die Polizei am Vormittag.

Alle Menschen, die von der Evakuierung betroffen waren, können nun wieder zurück in ihre Wohnungen.

Titelfoto: Rostock News/Benjamin Vormeyer, Hanse- und Univers

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