Junge (11) klettert über Bahngleise, dann kommt ein Zug angefahren

Rostock - Da war nicht nur ein Schutzengel im Spiel! Am Rostocker Bahnhof Lütten Klein wäre es am Mittwochabend fast zu einem schrecklichen Unglück gekommen.

Der Zugführer konnte die S-Bahn noch rechtzeitig zum Halten bringen.
Der Zugführer konnte die S-Bahn noch rechtzeitig zum Halten bringen.  © Benjamin Vormeyer / Rostock News

Gegen 17.25 Uhr fuhr die S-Bahn auf ihrem Weg vom Rostocker Hauptbahnhof nach Warnemünde in den Bahnhof ein, doch plötzlich bemerkte der Zugführer eine Person im Gleis, wie die Bundespolizei Rostock am Donnerstag mitteilte.

Nur mit einer Schnellbremsung konnte er ein Zusammenstoß mit ihr verhindern.

Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um einen elfjährigen Jungen, der, als er den Zug bemerkte, unbehelligt aus dem Gleisbett kletterte, als sei nichts gewesen.

Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn hielt ihn allerdings auf und übergab ihn der Bundespolizei.

Zeugen gaben an, dass auf der gegenüberliegenden Gleisseite gleichaltrige Kinder waren, die den Jungen aufforderten, zu ihnen zu kommen. Diesen Rufen kam er nach und sprang ins Gleisbett.

Beinahe-Unfall führt zu erheblichen Verspätungen

Die Bundespolizei übergab den Jungen nach einer eindringlichen Belehrung seinen Eltern. Die anderen Kinder dürften demnächst ebenfalls Besuch der Beamten erhalten. Ihnen winkt ebenfalls ein belehrendes Gespräch.

Der Zugführer erlitt bei dem Vorfall einen Schock und konnte die Fahrt nicht weiter fortsetzen.

Durch den Beinahe-Unfall kam es zu erheblichen Behinderungen im S-Bahn-Verkehr. Insgesamt kam es zu 150 Minuten Verspätung bei neun Zügen, zwei fielen sogar ganz aus.


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