Tochter entdeckt Leichen in Kleingarten: Sanitäter im Verdacht

Rostock - Im Fall um den mysteriösen Tod eines Ehepaares in einer Kleingartenanlage in Rostock gibt es neue Erkenntnisse: Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen zwei Rettungssanitäter.

Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab.
Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab.  © Stefan Tretropp

"Es gibt ein paar offene Fragen", sagte der Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, Harald Nowack, am Donnerstag.

Es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung. Zuvor hatten Medien berichtet, dass die Behörde gegen eine 27-jährige Frau und einen 46-jährigen Mann ermittele, die beim Rettungsdienst tätig sind.

Nähere Angaben machte die Staatsanwaltschaft noch nicht.

Am 6. September hatte eine Frau die Leichen ihrer Eltern auf der Terrasse der Laube in Markgrafenheide gefunden. Sie hatte einen beißenden Geruch vom Grundstück der Parzelle wahrgenommen.

Der 89 Jahre alte Mann und die 85-jährige Frau sollten schon länger dort gelegen haben. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung oder ein Tötungsdelikt gab es laut Polizei nicht.

Zunächst konnten die Ermittler weder einen Suizid noch eine einen natürlichen Tod ausschließen. Jedoch verwunderte die Lage der beiden aufgefundenen Leichen. Die Toten befanden sich liegend beziehungsweise sitzend in ihrer Laube.

Medienberichten zufolge soll der Rettungsdienst häufig zu den Eheleuten gerufen worden sein, weil sie stark angetrunken und hilflos gewesen seien.

Ein Kriminaltechniker geht zum Fundort der Leichen.
Ein Kriminaltechniker geht zum Fundort der Leichen.  © Stefan Tretropp

Titelfoto: Stefan Tretropp


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