Mord statt Totschlag: Mann soll Ex aus Eifersucht getötet haben

Rostock - Im Prozess vor dem Landgericht Rostock gegen einen 40-jährigen Güstrower ist die Anklage von Totschlag auf Mord erweitert worden.

Der Angeklagte verdeckt sein Gesicht beim Prozessauftakt in Rostock.
Der Angeklagte verdeckt sein Gesicht beim Prozessauftakt in Rostock.  © Stefan Tretropp

Dem Mann wird vorgeworfen, Anfang März seine in der Badewanne liegende ehemalige Lebensgefährtin mit zwölf Messerstichen aus Eifersucht getötet zu haben (TAG24 berichtete). Das Gericht sah am Dienstag niedrige Beweggründe für die Tat des Angeklagten als gegeben an. Das Opfer sei arglos gewesen.

Laut Gericht hatte die Beziehung der beiden 13 Jahre gedauert. Der Tat sei ein monatelanger Chat in einem sozialen Netzwerk vorausgegangen, bei dem der Mann ein Fake-Profil "Mike Müller" benutzt haben soll. So habe er seine Ex-Lebensgefährtin täuschen und sich ihr wieder nähern wollen.

In der Tatnacht sei er in die Wohnung eingelassen worden. Als sich der Angeklagte im Badezimmer der unbekleideten Frau gegenüber als Mike Müller offenbarte, sei es zum Streit gekommen. Er habe ihr mehrfach gegen den Kopf geschlagen, sodass sie in die gefüllte Badewanne gefallen sei, wo er ihr mit einem Gemüsemesser zwölf Mal in die Brust gestochen haben soll.

Am ersten Verhandlungstag hatte der Mann deutliche Erinnerungslücken gezeigt.

Titelfoto: Stefan Tretropp


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