Grausamer Fund! Polizei entdeckt Säuglings-Skelett in Blumentopf

Rostock - Die Rostocker Kriminalpolizei hat am vergangenen Wochenende einen schockierenden Fund gemacht. In einer Plattenbauwohnung entdeckten die Beamten bei einer Durchsuchung ein Skelett in einem Blumentopf.

Die Polizei fand in einer Plattenbauwohnung ein Skelett in einem Blumentopf.
Die Polizei fand in einer Plattenbauwohnung ein Skelett in einem Blumentopf.  © Stefan Tretropp/dpa/Bildmontage

Dabei soll es sich um ein Säugling handeln.

Eine dort lebende 27-jährige Frau soll laut Vorwurf das Kind in der Wohnung geboren und dort "aufbewahrt" haben.

Eine von Angehörigen erstattete Anzeige brachte die Ermittlungen der Polizei ins Rollen, teilte Harald Nowack, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, mit.

Die Kriminalpolizei rückte bereits am Samstagabend in der Plattenbauwohnung an und durchsuchte sie. Tatsächlich bestätigte sich die grausame Vermutung. Die Beamten fanden das Skelett eines Säuglings in einem großen Blumentopf.

Am Dienstag fand die rechtsmedizinische Untersuchung der menschlichen Überreste statt. "Diese verlief eindeutig, es handelte sich zweifelsfrei um das Skelett eines Säuglings", erklärte Nowack.

Die Mutter wandte sich zwischenzeitlich an einen Anwalt, der gegenüber der Polizei erklärte, dass die Frau derzeit keine weiteren Angaben machen werde.

Während sich die Frau auf freiem Fuß befindet, dauern die Ermittlungen zur genauen Todesursache noch an. "Es gibt keine Anhaltspunkte für ein vorsätzliches Tötungsdelikt", sagte Staatsanwaltssprecher Nowack.

Unklar ist derzeit, ob das Kind nach der Geburt gelebt hat oder bereits tot war.

Ebenso wenig könne laut Nowack derzeit das Geschlecht des Säuglings bestimmt werden. Eine DNA-Untersuchung, die mehrere Wochen dauert, soll Aufschluss bringen.

Update, 14.23 Uhr:

Wie die Staatsanwaltschaft inzwischen mitteilte, sollte die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Rostock-Schmarl am 16. Februar durchsucht werden. Als die Beamten an dem Samstagabend kamen, war aber niemand in der Wohnung, wie Nowack sagte.

Die Mieterin lebe dort sonst mit zwei Kindern, war aber nicht da. Daraufhin wurden die Wohnungstür geöffnet und die Zimmer durchsucht.

In einem größeren und mit Erde gefüllten Blumentopf seien Beamte schließlich auf ein kleines Skelett gestoßen. Da nicht gleich klar war, worum es sich dabei handelt, wurden Rechtsmediziner eingeschaltet.

Diese hätten inzwischen herausgefunden, dass es sich um Knochen eines Neugeborenen handelt, die wohl schon länger dort lagerten.

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