Frischgeborenen Säugling in den Straßengraben gelegt: Richterin spricht unglaubliches Urteil

Rostock - Wegen der Tötung ihres neugeborenen Kindes hat das Landgericht Rostock eine 26-jährige Frau zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Die angeklagte Mutter sitzt neben ihrer Verteidigerin im Gerichtssaal. (Archivbild)
Die angeklagte Mutter sitzt neben ihrer Verteidigerin im Gerichtssaal. (Archivbild)  © Rostock News/ Benjamin Vormeyer

Die Richter befanden die Angeklagte am Mittwoch des Totschlags für schuldig.

Sie hatte in der Nacht zum 25. Mai 2019 im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen neben einer Tischtennisplatte das Mädchen entbunden und es unter einem Busch an einer Straße abgelegt.

Eine Passantin fand das tote Baby am Nachmittag des nächsten Tages. Laut Obduktion starb es an Unterkühlung.

Die Mutter wurde zwei Tage später in der Nähe des Tatorts in der Wohnung ihrer Eltern festgenommen. Danach verbrachte sie mehrere Wochen in psychiatrischer Behandlung.

Der Prozess fand zum Schutz der Intimssphäre der Angeklagten weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die 26-Jährige legte den Säugling in einem Straßengraben ab.
Die 26-Jährige legte den Säugling in einem Straßengraben ab.  © Stefan Tretropp

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