0:0 in Erfurt! Chemie Leipzig nullt sich auf einen Abstiegsplatz

Erfurt - Am 10. Spieltag der Regionalliga Nordost mussten sich Rot-Weiß Erfurt und Chemie Leipzig im direkten Duell mit einem 0:0 begnügen. Die Hausherren hatten vor 4882 Zuschauern im Steigerwaldstadion ingesamt die besseren Chancen auf den Sieg, doch BSG-Schlussmann Benjamin Bellot hielt den neunten Punkt für sein Team fest, das dennoch in die Abstiegszone rutschte.

Chemie Leipzigs Tomas Petracek (l.) und Pierre Becken im Zweikampf. Gewinnen konnte keines der beiden Teams das Duell.
Chemie Leipzigs Tomas Petracek (l.) und Pierre Becken im Zweikampf. Gewinnen konnte keines der beiden Teams das Duell.  © Karina Heßland

Erst ein Dreier nach neun Spielen, zuletzt zwei Pleiten in Folge und seit drei Partien sieglos: Für den Wiederaufsteiger aus Sachsen läuft es in dieser Saison noch nicht wirklich rund. Immerhin konnte Tabellennachbar Erfurt heute überholt werden!

Die Rot-Weißen standen vor dem Duell nur einen Punkt vor der BSG. Mut machte immerhin, dass die beiden einzige Siege jeweils daheim geholt wurden.

Erfurt bestimmte in den ersten zehn Minuten daheim das Geschehen gegen Chemie, die auf ihren rotgesperrten Kapitän Stefan Karau verzichten mussten: Selim Aydemir prüfte BSG-Keeper Benjamin Bellot gleich doppelt (2., 5.), ehe Marc Brasnic an ihm scheiterte (8.).

Bei den Gästen dauerte es bis zur 12. Minute, ehe Raffael Cvijetkovic schnell steil auf Tomas Petracek spielen wollte - zu weit.

Die BSG kam anschließend immer besser rein, Daniel Heinze und Petracek zielten kurz nacheinander zu hoch (16.).

Fortan war die Begegnung ausgeglichen. Die beste Chance vor der Halbzeit hatte Erfurts Morten Rüdiger, der von der Strafraumgrenze schießend hauchdünn vorbeischoss.

Erfurt näher am 1:0 - Bellot hält Punkt fest

Pyro im Steigerwaldstadion! Kurz nach Beginn der zweiten 45 Minuten unterbrach der Schiri die Begegnung.
Pyro im Steigerwaldstadion! Kurz nach Beginn der zweiten 45 Minuten unterbrach der Schiri die Begegnung.  © privat

Kurz nach Wiederbeginn musste Schiedsrichter Pascal Wien (Berlin) die Begegnung kurzzeitig unterbrechen, im Erfurter Block wurde ordentlich Pyro gezündet.

Besser aus der Pause kamen die Hausherren, die vor allem von starken Auftritten von Aydemir und Brasnic immer wieder getragen wurden.

Doch auch die BSG kam noch einmal. Der bislang noch nicht groß in Erscheinung getretene Alexander Bury passte auf Petracek, der über Torhüter Jannick Theißen lupfen wollte, doch die Düsseldorfer Leihgabe klärte zur Ecke (62.).

Das Spiel stand auf Messers Schneide, beide Mannschaften hätten in Führung gehen können. Doch keine der beiden tat es auch. Es blieb bei einem für Erfurt und Leipzig wenig zufrieden stellenden 0:0. Den Punkt hat die BSG vor allem Keeper Bellot zu verdanken, der in der letzten Drangphase seinen Kasten sauber halten konnte.

Durch Auerbachs Erfolg gegen den Berliner AK (2:1) geht es für Erfurt (auf 14) und Chemie (auf 15) einen Platz nach unten.

Für Chemie Leipzig geht es richtig brisant weiter, denn nächsten Sonntag (13 Uhr) ist der 1. FC Lok im Stadtderby zu Gast im AKS. RWE spielt schon einen Tag vorher (13.30 Uhr) in Babelsberg.

Chemie-Keeper Benjamin Bellot (schwarz) hielt den Punkt in Erfurt fest.
Chemie-Keeper Benjamin Bellot (schwarz) hielt den Punkt in Erfurt fest.  © Karina Heßland

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