Drama um RWE immer größer! Stadt wird nicht helfen, Investoren brechen Schweigen

Erfurt - Am Mittwoch soll es für die Spieler von Rot-Weiß Erfurt endlich Klarheit geben, wie es mit dem Verein weiter geht. Denn inzwischen herrschen Kämpfe an jeder Ecke.

Von der Stadt rund um Oberbürgermeister Andreas Bausewein, wird RWE keine Hilfe bekommen.
Von der Stadt rund um Oberbürgermeister Andreas Bausewein, wird RWE keine Hilfe bekommen.  © DPA

Insolvenzverwalter Volker Reinhardt will sich am Mittwoch der Mannschaft stellen und die offenen Fragen beantworten. Von denen scheint es aber nicht nur bei den Spielern viele zu geben.

Denn wie der MDR berichtet, will der Verein den Insolvenzverwalter anscheinend loswerden, versucht die Eigenverwaltung des Insolvenzverfahrens anzustreben.

Das habe RWE-Präsident Frank Nowag mit den Aufsichtsräte besprochen, bestätigte er. Problem: Die Sache hat einen rechtlichen Hacken, denn als Schuldner kann der Verein in einem laufenden Verfahren nicht die Eigenverantwortung übernehmen.

Auf Hilfe der Stadt kann der Verein indes ebenso nicht zurückgreifen. Oberbürgermeister Andreas Bausewein erklärte nun nicht nur, dass es rechtlich nicht möglich sei, sondern auch, dass er fassungslos über die Entwicklungen im Verein sei.

"Die verklagen sich alle gegenseitig bei Rot-Weiß und man hat auch nicht das Gefühl, dass der Insolvenzverwalter noch richtig den Überblick hat. In ein Fass ohne Boden kann man kein Steuergeld werfen, das können wir nicht verantworten", sagte auch CDU-Fraktionschef Michael Hose dem MDR.

Investoren schalten sich ein

Insolvenzverwalter Volker Reinhardt kämpfte seit März 2018 um das Überleben des Vereins.
Insolvenzverwalter Volker Reinhardt kämpfte seit März 2018 um das Überleben des Vereins.  © Marcus Scheidel

Zudem haben sich nun auch die neuen Investoren von RWE, die den Verein vor weniger als einem Jahr noch retten sollten, zu Wort gemeldet und greifen Volker Reinhardt wieder scharf an.

Denn in einer Mitteilung machten sie am Dienstagnachmittag klar, dass der Insolvenzverwalter sie nie darüber informiert hatte, dass ein Gericht bereits im Oktober Zweifel an der Ausgliederung der Profimannschaft gehegt hatte, so die Bild.

Erst das Amtsgericht Jena habe ihnen im Dezember mitgeteilt, dass die Ausgliederung gescheitert sei. Zudem soll der Insolvenzverwalter danach auf Schreiben nicht reagiert und versucht haben, die Investoren an der Akteneinsicht zu hindern.

Weil Reinhardt, nach Ansicht der Investoren, auch nicht über die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse von RWE informierte, habe man dann die Zahlungen eingestellt.

Das sorgte dann für das erneute Chaos beim Traditionsverein. Ob der sich aus dieser misslichen Lage noch einmal retten kann, scheint ungewiss. Eine Entscheidung über die Zukunft von Rot-Weiß Erfurt könnte so schon am Mittwoch endgültig sein.

Titelfoto: DPA

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