Power-Wurzel für Deinen Körper: Deshalb solltest Du Rote Bete essen

München - "Iss Dein Gemüse!", hat man uns früher schon als Kindern gepredigt. Klar, denn Gemüse ist ja so "gesund". Aber was passiert überhaupt in unserem Körper, wenn wir Gemüse, wie Rote Bete, essen?

Rote Beete ist eine unterschätze Wurzel, die mehr, als nur färben kann. (Symbolbild)
Rote Beete ist eine unterschätze Wurzel, die mehr, als nur färben kann. (Symbolbild)  © 123RF

Isabella Hener rät zum vorsichtigen Umgang mit dem Gemüse. Weniger wegen der Inhaltsstoffe, sondern vor allem, weil Rote Bete färbt wie Hölle.

Die "intolerante Isi" (wie sich Isabella nennt) beschäftigt sich mit Lebensmittelintoleranzen und kennt sich bestens mit Ernährung und Gesundheit aus. Auf ihren Social-Media-Kanälen teilt sie deshalb "Healthy Facts" zu Lebensmitteln.

Für eventuelle Flecken bei der Verarbeitung von Roter Bete wird also keine Haftung übernommen! Trotzdem solltest Du nicht auf das Gemüse verzichten, denn es ist voller guter Inhaltsstoffe, wie Vitamine, Kalium und Eisen.

Rote Bete liefert unter anderm viel Folsäure (Vitamin B9). Wenn man unter Folsäuremangel leidet, können Schäden in den Zellen, der DNA und der Erbsubstanz entstehen. Schwangere nehmen deshalb meist Nahrunsergänzunsmittel mit Folsäure ein. "Eine Portion Rote Bete deckt bereits in etwa 1/3 des Tagesbedarfs", weiß Isabella. Die enthaltene Folsäure wirkt in Kombination mit anderen Inhaltsstoffen auch gegen Herzkrankheiten.

Ihre intensive Farbe erhält die Bete durch Betanin. Dieser Pflanzenstoffen fängt freie Radikale ab und schützt die Zellen und das Immunsystem. Auch Eisen und Vitamin C der Bete stärken die Immunabwehr. Außerdem reguliert Eisen den Sauerstofftransport im Blut und versorgt die Zellen dadurch mit Energie. Kalium hilft den Wasserhaushalt des Körpers zu regeln und ist für Übertragungen im Nervensystem zuständig.

Doch aufgepasst, manche Menschen sollten keine Rote Bete essen!

Achtung: Wenn Du unter diesem Problem leidet, solltest Du keine Rote Bete essen

Rote Beete steckt voller Vitamine, Kalium und Eisen.
Rote Beete steckt voller Vitamine, Kalium und Eisen.  © DPA

Wer unter Nierenproblemen leidet, sollte Rote Bete nur in Maßen genießen, denn sie ist reich an Oxalsäure.

Oxalsäure steckt in vielen Lebensmitteln, darunter auch Spinat oder Amaranth. Bei Menschen mit Nierenproblemen können zu hohe Mengen die Bildung von Nierensteinen begünstigen.

Der Gehalt an Oxalsäure sinkt, wenn man das Gemüse kocht. Allerdings gehen dann auch viele Nährstoffe verloren.

Um das zu verhindern, rät Isabella die Rote Bete zu waschen und mit Schale zu kochen oder im Ofen zu garen. Danach kann man die Schale mit einem Handschuh (Färbegefahr) einfach abrubbeln.

"Zusammen mit Zwiebel, Apfelessig, Kokosblütenzucker, Koriander, Nelken, Salz und Pfeffer wird ein köstlicher Ketchup draus, der hervorragend zu Süßkartoffelpommes passt", gibt Isabella einen Rezept-Tipp ab.

Kein Weizen, glutenfrei, ohne Milch, kein Zucker oder schlicht vegan: Irgendwas ist doch immer. Wer Lebensmittel nicht verträgt oder darauf verzichten möchte, kommt bei der "Intoleranten Isi" auf seine Kosten. Sie kocht in ihrem Foodtruck für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten. Außerdem bietet Isabella Catering, sowie Koch- und Backkurse in München an.

Titelfoto: 123RF

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