Ungewöhnlicher Patient: Roter Panda "Polly" muss ins CT

Schwerin - Die Helios Kliniken in Schwerin bereiten sich auf einen besonderen Patienten vor: Ein Roter Panda aus dem Zoo der Landeshauptstadt soll am Freitag im Computertomografen untersucht werden, wie ein Helios-Sprecher sagte.

Der Rote Panda genießt die Sonne im Schweriner Zoo auf einem Baumstamm.
Der Rote Panda genießt die Sonne im Schweriner Zoo auf einem Baumstamm.  © Elaine Thompson/AP/dpa

Die fünfjährige "Polly" magere seit Wochen ab, obwohl sie normal fresse.

Beim Röntgen seien bei dem vier bis fünf Kilogramm leichten Tier möglicherweise Knoten entdeckt worden, so der Sprecher weiter.

Die Zoo-Tierärzte kämen nicht weiter. Nun soll in der Radiologie versucht werden abzuklären, woran die Patientin leidet.

Weil das Tier so klein ist, soll neben einem Tierarzt auch ein Kinderradiologe an der voraussichtlich etwa halbstündigen Untersuchung teilnehmen.

Der Panda wird nach Worten des Sprechers im Zoo in Narkose versetzt. Anschließend komme er für die Computertomografie zu Helios.

Der Rote oder Kleine Panda, auch Katzenbär genannt, wird etwa 60 Zentimeter groß, bis zu fünf Kilogramm schwer und hat ein rötliches Fell. In freier Wildbahn lebt die bedrohte Art heute noch in den Bergregionen von Nepal, Bhutan, Myanmar, Nordindien und Südwestchina.

Es sei das erste Mal, dass bei Helios in Schwerin ein Tier im Computertomografen untersucht wird, sagte der Kliniksprecher. Allerdings wurde das CT-Gerät schon für archäologische Zwecke genutzt.

Im Jahr 2015 wurden ausgegrabene Eichenbohlen aus dem Innenhof des Schweriner Schlosses auf ihr Alter untersucht. Der damals beteiligte Radiologe, Dr. Rico Badenschier, ist heute Oberbürgermeister von Schwerin.

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